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Dank-Kampagne für Bischof Klaus Küng
 
 

Bischöfe in Justizanstalten: "Gott kommt zu allen"

Weihnachtsgottesdienst Justizanstalt Stein

Krems – St. Pölten, 19.12.2014 (dsp) Die Bischöfe der Diözese St. Pölten feierten mit den Insassen der Justizanstalten die traditionellen Weihnachtsgottesdienste. Diözesanbischof Klaus Küng betonte vor 91 Häftlingen in Stein, dass Gott seinen Sohn zu uns Menschen schicke, „um uns zu retten – gerade weil wir alle Fehler machen und Sünder sind“. Weihbischof Anton Leichtfried sprach in der Kapelle der Justizanstalt St. Pölten von Jesus als dem „Licht, das das Leben aller Menschen erhelle“.

Die Botschaft von Weihnachten sei, dass der „unendlich große Gott, unser Schöpfer zu jedem einzelnen von uns“ komme, so Bischof Küng beim Weihnachtsgottesdienst in Stein. Diese Zeit sei „schwer, wenn man alleine ist und nicht bei der Familie sein kann“. Und doch sei niemand wirklich einsam, „weil dieses besondere Kind gegenwärtig wird“, so Küng: „Das Kind liegt nicht nur symbolisch in der Krippe; Gott kommt wirklich zu uns.“ Gott sei es, der „in jedem Fall liebt“, er höre nie auf zu lieben. Daraus werde eine „Hoffnung für alle geboren“, erklärte Küng. „Gott vergibt uns, egal was wir getan haben, wenn wir ihm vertrauen.“

„Schon Kleinigkeiten können das Leben von Menschen erhellen“, hob Weihbischof Anton Leichtfried beim Weihnachtsgottesdienst in der Justizanstalt St. Pölten hervor. Weihnachten falle hierzulande in eine kalte und dunkle Zeit. Mit Jesus Christus sei das Licht in die Welt gekommen. Schon ein Licht könne einen ganzen Raum erfüllen. Jede und jeder Einzelne könne Freude bringen. Es genüge oft schon ein freundlicher Gruß oder ein netter Blick, um Menschen fröhlich zu stimmen. So könnten wir ein Licht in die Welt bringen, auch in dunklen Zeiten. Und das koste nicht einmal etwas.
Weihbischof Leichtfried lud auch dazu ein, für drei andere Menschen zu beten: „Wer ist uns nahe? Vielleicht beten wir auch für die, die wir nicht mögen.“ Das sei ein Akt gegen Gleichgültigkeit und für Nächstenliebe.