Sommerkampagne 2016
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Zahl der Kirchenaustritte leicht gesunken

St. Pölten, 08.01.2013 (dsp) Die Zahl der Kirchenaustritte ist in der Diözese St. Pölten im vergangenen Jahr leicht gesunken: Im Jahr 2012 haben sich 5.004 Personen von der katholischen Kirche abgemeldet, 2011 waren es 5.117 Austritte. Das entspricht einem geringfügigen Rückgang von 2,2 %. Die Gesamtzahl der Katholiken, die ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten haben, beträgt nun 522.532 Personen; das sind um 1,1% weniger als vor einem Jahr.
33 Personen haben den Austritt innerhalb von drei Monaten widerrufen. 255 Menschen sind 2012 wieder in die Gemeinschaft der Kirche eingetreten, das entspricht ungefähr der Zahl vom Vorjahr. „Vielen Menschen sind die Dienste der Kirche, wie sie in den Pfarren angeboten werden, zu einem Halt im Leben und zu einer Begleitung in Freud und Leid geworden“, sagt der Direktor der Pastoralen Dienste, Sepp Winklmayr Dazu zählten die freudigen Ereignisse wie Geburt, Taufe und Hochzeit ebenso wie der Trost in bedrückenden Stunden, in schwerer Krankheit, die sensible Begleitung der Hospizdienste vor dem Tod oder das Abschiednehmen am Grab. Ein weiterer wesentlicher Grund für den Wiedereintritt ist die meist positive und offene Atmosphäre in den 423 Pfarren der Diözese.

Wie die Pfarrgemeinderatswahlen im März 2012 gezeigt haben, ist die Zahl der freiwillig engagierten Christen nach wie vor sehr hoch. Rund 5.000 Pfarrgemeinderäte haben für eine Funktionsperiode von 5 Jahren ihr Amt angetreten, davon sind 37,5 % neu in den Pfarrgemeinderat eingezogen. Insgesamt sind mehr als 58.300 Personen in den Pfarren und Einrichtungen der Diözese mit durchschnittlich zweieinhalb Wochenstunden ehrenamtlich tätig.

Bereits in seiner Jahresschlussandacht betonte Bischof Klaus Küng, dass neue Anstrengungen zur Verkündung des Evangeliums dringend nötig seien: „Es muss unser Ziel sein, eine missionarische Kirche zu werden, die die Jugend anspricht und gewinnt, aber auch jene Menschen einladet, die sich von der Kirche entfernt oder nie zuvor den Zugang zum Glauben gefunden haben.“ Dafür sei nicht nur eine ausreichende Anzahl von geistlichen Berufen Voraussetzung, sondern die aktive Beteiligung möglichst aller Getauften und Gefirmten, wie es das II. Vatikanische Konzil gelehrt hat.

Die Pastoralen Dienste unterstützen im Rahmen des „Jahres des Glaubens“ tatkräftig die Durchführung von strukturierten Glaubensgesprächen in den Pfarren während der Fastenzeit, „damit Glaube sich nicht nur quantitativ stabilisiert, sondern auch in der Tiefe der Herzen Wurzeln schlägt", wie Direktor Winklmayr erklärt.