Sommerkampagne 2016
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St. Pöltner Domplatz soll multifunktionaler Ort werden

St. Pölten, 23.03.2013 (dsp) Mit 2. April gehen die archäologischen Grabungen am St. Pöltner Domplatz nach der Winterpause weiter. Parallel dazu präsentierte Bürgermeister Matthias Stadler die Grundlagen für weitere Planungen: Offener Platz, Marktplatz, liturgischer Platz, Eventlocation und Parkplatz. Noch heuer soll das Einreichprojekt für die Neugestaltung des Domplatzes vorliegen.
Heuer sollen der Westabschluss der alten Pfarrkirche näher untersucht werden und es sollen einige offene Fragen zu der frühmittelalterlichen Kirche geklärt werden. Allein im Jahr 2012 wurden 936 Tonnen Erdmaterial händisch ausgegraben – also mit Krampen und Schaufel bzw. mit Pinsel und Kelle. Die Funde vom Vorjahr ergaben mehr als 20.000 Einzelstücke, darunter hunderte Münzen. Weiters werden die menschlichen Überreste von 3500 Individuen untersucht.

Zu den bislang spannendsten Funde zählt das römerzeitliche Badehaus aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. und dessen Nachnutzung als christliche Kirche im 9. Jahrhundert. Die umfangreichen archäologischen Arbeiten laufen seit 2010 und könnten 2015 abgeschlossen sein. Bei den Grabungen werden auch diözesane Experten miteinbezogen.

Foto: Stadtarchäologe Ronald Risy, Stadtplaner Jens de Buck und Bürgermeister Matthias Stadler zeigten Fundstücke.