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Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Religionsunterricht: „Freude und große Sorge“

St. Pölten, 11.03.2013 (dsp) In einem dringlich gehaltenen Brief hat das Schulamt der Diözese St. Pölten Engagierte aller Pfarren gebeten, junge Menschen wie auch potentielle „spätere Einsteiger“ auf den Religionslehrerberuf anzusprechen. Die Tatsache, dass „fast alle Kinder und Jugendliche in unserer Diözese den Religionsunterricht besuchen“, bedeute ein „Hoffnungszeichen“, so der Organisations- und Personalreferent des Diözesanschulamtes Christian Ebner in der Aussendung.
An den Pflichtschulen beträgt der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht teilnehmen, über 99%. An den mittleren und berufsbildenden Schulen nehmen immerhin 90% der Schüler am Religionsunterricht teil. Besonders beeindruckend ist die Zahl von über 50% der Schüler ohne Bekenntnis, welche freiwillig am Religionsunterricht teilnehmen – laut Ebner ein „Qualitätsurteil“.

Andereseits müsse man realistisch sehen, dass „ein großer Mangel an Religionslehrer/innen“ auf die Diözese zukäme. Karl Schrittwieser, der Direktor des Diözesanschulamtes, wörtlich: „Über 42% aller Religionslehrer/innen (also fast die Hälfte) sind über 50 Jahre alt. Die Zahl der derzeit in Ausbildung befindlichen Studierenden kann diesen Abgang in naher Zukunft nicht mehr wettmachen.“

Dabei seien die Berufsaussichten von Religionslehrern „glänzend“ und die Arbeit mit jungen Menschen „sinnerfüllend“. Man könne sowohl früh einsteigen als auch in späteren Lebensjahren neu beginnen. Daher der Appell des Diözesanschulamtes, „Ausschau zu halten“ nach Menschen, denen man diesen Schritt zutraue, und diese auch persönlich anzusprechen.

Bischof Klaus Küng unterstützt die Intitaitive ausdrücklich. In einer Zeit, in welcher die Grundkatechese in den Familien oft nicht mehr gegeben sei, käme den „unermüdlich engagierten Religionslehrerinnen und Religionslehrern“ auch in den nächsten Jahren eine Schlüsselfunktion bei der Glaubensverkündigung zu, so der Bischof.

Diözesanschulamt: 02742/35 55 67, www.dsp.at/dsa