P. Clemens Hainzl OSB und Ministranten mit Adventkranz
Krippenausstellung im Diözesanmuseum
Adventmarkt
 
 

Pastoralrat will Vernetzung in der Diözese verstärken

St. Pölten, 12.04.2013 (dsp) Die Vernetzung im Dekanat und in der Diözese war zentrales Thema beim zweiten Treffen des seit der letzten Pfarrgemeinderatswahl neu zusammengesetzten Pastoralrats im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten. Dabei bat die Diözesanleitung die Vertreterinnen und Vertreter sämtlicher Dekanate offen ihre Sorgen, Anliegen und das was sie als positiv erleben mitzuteilen. Weiters wurde besprochen, wie die Zusammenarbeit auf allen Ebenen forciert werden kann.
Als erfreulich sehen viele die bereits verstärkte Zusammenarbeit zwischen Pfarren etwa bei Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerkes, Wallfahrten oder in der Firmpastoral. Die gewählten Dekanatsvertreter hoffen auch auf neuen kirchlichen Schwung durch die Wahl von Papst Franziskus. Umfangreiche Aktivitäten wurden von der Seniorenpastoral berichtet. Vielerlei Projekte würden auch durch die „Lange Nacht der Kirchen“ oder durch das „Jahr des Glaubens“ entwickelt. Erfreut zeigten sich viele von den gut besuchten Ostergottesdiensten.

Eine der geäußerten Schwierigkeiten war, dass dringend Freiwillige für die Caritas-Haussammlungen gesucht werden. Auch bedauerten mehrere Dekanatsdelegierte das Fehlen von Priestern in mehreren Regionen. Mancherorts würden die Wortgottesfeiern gut angenommen. Hier gebe es aber unterschiedliche Erfahrungen, auch Spannungen. Eine weitere Sorge war das Thema Jugendarbeit in den Pfarren.

„Ungeniert über Glauben reden“

Bischof Klaus Küng zeigte sich erfreut über das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Laien in der Diözese und deren Gestaltungswillen. Er sehe viele Veränderungen und einen Wandel in den Pfarrstrukturen. Er frage sich, wie neue positive Entwicklungen hervorgerufen werden könnten. Der Diözesanbischof hoffe, dass Christen vermehrt auf ihre Mitmenschen zugehen und „ungenierter über ihren Glauben reden“.

Generalvikar Eduard Gruber war froh über die vielen positiven Rückmeldungen aus den Pfarren. Die Schwierigkeiten seien der Diözesanleitung bekannt und würden besprochen, es gebe jedoch keine einfachen Lösungen. Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste, versprach, die Diözesanverantwortlichen würden die Themen weiter verfolgen und diskutieren.

„Das Katholische Bildungswerk (kbw) wird die Veränderungsprozesse in den Pfarren begleiten“, erklärte die neu gewählte kbw-Obfrau Angela Lahmer-Hackl. Etwa durch spezielle Angebote für Ehrenamtliche in ihrer pfarrlichen Tätigkeit oder bei organisatorischen Fragen. Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck appellierte, sich an die Pfarrcaritas zu wenden, wenn konkrete Not wahrgenommen werde.

Im Sinne der Vernetzung gab Peter Haslwanter, Leiter des Bereichs Pfarre, vor dem 58-köpfigen Pastoralrat bekannt: „Es wird im September und Oktober wieder Treffen der Pfarrgemeinderatsvorstände geben, bei der die Dekanate einbezogen werden.“ Rund Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet er sich. Außerdem gibt es zwischen 29. und 31. Mai 2014 in Mariazell wieder einen österreichweiten Kongress der Pfarrgemeinderäte, zu dem wahrscheinlich 50 PGRs aus der Diözese St. Pölten kommen. Thema: Jugend und junge Leute.