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Papst beruft für 2014 Sonderbischofssynode zu Familie ein

Papst Franziskus hat für Oktober 2014 eine Sonderbischofssynode zur Familienpastoral angekündigt. Vom 5. bis 19. Oktober beraten Repräsentanten aller Ortskirchen zusammen über "Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung", informierte Vatikansprecher P. Federico Lombardi am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Das Thema sei auf dem Tisch der Tagung des Papstes mit den acht Berater-Kardinäle gewesen; die Entscheidung, eine Sondersynode abzuhalten, sei erst am Montag gefallen, als der Rat der Synode und der Papst gemeinsam getagt hatten, so Lombardi. In Rahmen der Synode soll auch über das Thema der wiederverheirateten Geschiedenen gesprochen werden.

Franziskus hatte an beiden Sitzungstagen, am Dienstag und Montag, an den Beratungen des 13. Ordentlichen Rates der Weltbischofssynode teilgenommen, so der Sprecher. Dass ein Papst an einer solchen Sitzung teilnimmt, gilt als ungewöhnlich.

Der Papst hatte vor einem Monat im "Civilta"-Interview angekündigt, die Weltbischofssynode als kollegiales Gremium für die Leitung der Weltkirche aufzuwerten. Zugleich hatte er beklagt, dass deren Ablauf bislang zu "starr" gewesen sei und ein Reform in Aussicht gestellt. Diese war auch Thema des Kardinalsrates zur Kurienreform, der in der vergangenen Woche erstmals im Vatikan zusammengetroffen war.

Zum neuen Generalsekretär der Weltbischofssynode hatte Franziskus im September den bisherigen Sekretär der Bischofskongregation, Lorenzo Baldisseri, ernannt. Bei dem Großevent im Oktober soll auch der kirchliche Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen erörtert werden.

Die letzte, die 13. ordentliche Weltbischofssynode, galt 2012 dem Thema Neuevangelisierung. Das Schlussdokument ist bislang noch nicht veröffentlicht.

Gegen Sonderwege bei Wiederverheirateten

Vatikansprecher Lombardi sprach sich bei der Pressekonferenz im Vatikan auch gegen Sonderwege im kirchlichen Umgang im Bereich der Familienpastoral aus. In dieser Frage sei ein einheitliches Vorgehen der Kirche notwendig, betonte Lombardi am Dienstag mit Blick auf die jüngste Freiburger Initiative für wiederverheiratete Geschiedene. "Sonderlösungen vonseiten einzelner Personen oder örtlichen Stellen laufen Gefahr, Verwirrung zu stiften", betonte der Sprecher in Anspielung auf die jüngste Handreichung aus dem Seelsorgeamt der Erzdiözese Freiburg.

Es handle sich nicht um eine Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz oder des Freiburger Erzbischofs, fügte Lombardi hinzu. Die Sonderbischofssynode zur Familienpastoral werde sich 2014 mit diesem Thema befassen, hob der Sprecher hervor.

(KAP)