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Österreichs Krankenhausseelsorger tagen in St. Pölten

St. Pölten, 22.02.2013 (dsp) Zur österreichischen Krankenhausseelsorge-Tagung werden vom 5. bis 6. März 200 haupt- und ehrenamtliche katholische Seelsorgerinnen und Seelsorger im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt erwartet. Die Fortbildungsveranstaltung findet alle zwei Jahre statt, erstmals ist sie in der niederösterreichischen Landeshauptstadt und steht unter dem Titel „Leid erfahren – Heil(ung) finden“. Sie geht der Frage nach, wie aus etwas Leidvollem Heilvolles entstehen kann.
„Krankenhausseelsorger stehen jeden Tag neu vor der Herausforderung menschlichen Leids“, sagt Christine Winklmayr, die für diesen Bereich in der Diözese St. Pölten zuständig ist. Winklmayr: „Die Krankenhausseelsorge bietet Raum für Begegnung an, damit aus Leidvollem etwas Heilvolles entstehen kann. Die Tagung setzt sich mit dem heilsamen Potenzial von Spiritualität und entsprechenden Haltungen auseinander.“ Laut Winklmayr „kann es schon heilsam sein, wenn man bei der Begleitung Sterbender etwas tun kann“. Daher bieten Experten bei der Veranstaltung Workshops an, die sich mit Ritualen beschäftigen. So könne es schon helfen, Verstorbenen ein Kreuzzeichen auf die Stirn zu geben. Weiters werden Zugänge zum Thema Leid und Heilung eröffnet: „Wie Träume helfen“, „Pilgern als heilsame Erfahrung“ oder „Leidvolles und Heilsames aus der Sicht der Kunst“.

Christoph Schmitz, Fachbereichsleiter für Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge in der Erzdiözese Wien, sagt: „Krankenhausseelsorger kommen mit leeren Händen zu den Patienten: die eigene Person ist das einzige, das sie mitbringen. Die spirituell-seelsorgliche Haltung, mit der sie Menschen begegnen, ist dabei von entscheidender Bedeutung.“ Er erwarte sich von der Tagung, dass das Potenzial von spiritueller Begleitung im Krankenhaus und damit auch die Qualität einer professionellen Krankenhausseelsorge sichtbar und spürbar werde. Damit sollen die Krankenhausseelsorger inspiriert werden, ihre seelsorgliche Arbeit weiter zu vertiefen, „damit das spirituelle Potenzial der Seelsorge in den Krankenhäusern verstärkt wirksam werden kann“.

Hauptreferenten sind Monika Renz, Musik- und Psychotherapeutin und Leiterin der Psychoonkologie am Kantonsspital St. Gallen, sowie Jesuit und Psychoanalytiker P. Bernhard Bürgler SJ.

Im Gebiet der Diözese St. Pölten wirken insgesamt rund 300 haupt- und ehrenamtliche Krankenhausseelsorger in 16 Spitälern und 45 Pflegeheimen. Darunter sind 50 Geistliche, die neben ihrem priesterlichen Dienst Seelsorge-Funktionen für kranke Menschen übernehmen und in Rufbereitschaft für Notfälle stehen.

Foto: Stock