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Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

NÖ-Familienverband fordert weiteren Ausbau des Tagesmutternetzes

St. Pölten, 20.02.2013 (dsp) Die Familien waren im NÖ-Wahlkampf nicht wirklich Thema. Doch: Nach intensiven Beratungen mit den Trägerorganisationen hat die NÖ-Landesregierung jetzt ein neues Fördermodell für Tagesmütter beschlossen, berichtet Josef Grubner, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes Niederösterreichs. Damit sei ein Kernanliegen des Familienverbandes weiter auf den Weg gebracht worden. "Positiv zu erwähnen sei neben der Erhöhung der Elternförderung auch die Verbesserung der Sozialversicherungsförderung für die Tagesmütter", so Grubner.
Der Niederösterreichische Familienverband wisse um die Sorgen und Nöte der Familien, wenn sie für ihre Kleinst- und Kleinkinder eine außerhäusliche Betreuung benötigen, um die Balance zwischen Familie- und Arbeitswelt zu schaffen. Für diese Fälle bietet der Familienverband Tagesmütter an, weil diese Art der Betreuung eine der Familien ähnlichste ist. Laut einer jüngst erhobenen Familienstudie befürworten über 90 Prozent der Niederösterreichischen Eltern den Wunsch nach familiärer Betreuung ihrer Kinder bis zweieinhalb Jahren.

Familienpolitisch kontraproduktiv wertet Grubner die Aussage auf einem SPÖ-Plakat, wonach sich eine Partei als Familien unterstützende Maßnahme für den weiteren Ausbau von Kinderkrippen stark macht. „Wer für den Ausbau von Kinderkrippen werbe, könne nicht das Kindeswohl im Auge haben“, kritisiert Grubner.

Kleine Kinder bräuchten Stabilität, Kontinuität und das Gefühl des Angenommenseins und des Geborgenseins. "Diese wesentlichen Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben können Kinderkrippen mit dem derzeitigen Standard sicherlich nicht leisten", warnt Grubner. Langzeitstudien würden deutlich zeigen, dass Kleinst- und Kleinkinder, die stundenlang- und tagelang in Großgruppen betreut werden, sich deutlich weniger gut entwickeln als in Familien oder in Familien ähnlichen Einrichtungen.

Daher fordert der Familienverband erneut mit Nachdruck den weiteren Ausbau des Tagesmutternetzes und letztlich die Schaffung eines vollwertiges Berufsbildes „Tagesmutter“.