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Neues deutschsprachiges Gesangbuch "Gotteslob" angedruckt

Bonn, 07.02.2013 (kap) Das neue katholische Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob" ist im deutschen Nördlingen angedruckt worden. Damit startet ein Buchdruckprojekt der Superlative, beträgt doch die Erstauflage des neuen Kirchengesangsbuchs für Deutschland, Österreich und Südtirol rund 3,6 Millionen Exemplare. Allein 534.000 Stück sind dabei für Österreich vorgesehen.
Der für das Projekt in der deutschen Bischofskonferenz zuständige Bischof Friedhelm Hofmann startete den Andruck in der Druckerei C.H. Beck in Nördlingen. Der Würzburger Bischof und Vorsitzender der Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch der Deutschen Bischofskonferenz, zeigte sich erfreut über diesen wichtigen Schritt und zugleich zuversichtlich, "dass es große Akzeptanz finden wird".

Für die 3,6 Millionen Exemplare sind fast 3.000 Tonnen Papier auf rund 800 LKW nötig. Der Stammteil des neuen "Gotteslob" umfasst rund 960 Seiten. Zusammen mit dem Eigenteil für Österreich kommt das neue Gebet- und Gesangbuch auf 1.296 Seiten. In mehreren Druckprozessen wird das Buch nach und nach entstehen, damit es heuer rechtzeitig zur Einführung in den Diözesen am 1. Advent (1. Dezember 2013) erscheinen kann. Rund 75.000 Exemplare sollen während der nächsten Monaten pro Woche fertig gestellt werden.

Das Konzept und die Inhalte für das neue "Gotteslob" haben Bischöfe, Berater und rund 100 Experten aus den Bereichen Liturgie, Kirchenmusik, Pastoral, Bibelexegese, Dogmatik und Spiritualität erarbeitet. Seitens der Österreichischen Bischofskonferenz waren daran der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser und der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari maßgeblich beteiligt; organisatorische und inhaltliche Drehscheibe für das Projekt in Österreich ist das Österreichische Liturgische Institut in Salzburg.

Umfragen und Erprobungsphasen haben den Entstehungsprozess des neuen Gebet- und Gesangbuch begleitet, das somit das aus dem Jahr 1975 stammende bisherige "Gotteslob" ablöst. Obwohl es "völlig neu konzipiert" ist, tritt es dennoch "im Sinne der Kontinuität die Nachfolge des über mehrere Jahrzehnte bewährten Gotteslob an. Mit ihm teilt es nicht nur den Namen, sondern 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch den Anspruch, den Gläubigen Gültiges zeitgemäß in die Hand zu geben: zum Lob Gottes und zum Heil der Menschen", so der zuständige deutsche Bischof Hofmann.