Sommerkampagne 2016
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„Fastenzeit zur Glaubensvertiefung nützen“

St. Pölten, 14.02.2013 (dsp) Bei der traditionellen Aschermittwochsandacht des Katholischen Akademiker/innenverbandes (KAV) in der Kapelle des NÖ Landhauses regte Propst Maximilian Frünsinn an, die Fastenzeit zur Vertiefung des persönlichen Glaubens zu nützen. Der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg nannte dazu vier Schritte: den Glauben tiefer kennen lernen, der Glauben bekennen, den Glauben feiern und den Glauben leben. Es gelte, den Glauben „wieder tiefer“ kennen zu lernen, so Fürnsinn, „nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen. Der Reichtum des Glauben müsse immer wieder neu entdeckt werden.
Der Glaube solle jedoch nicht nur gekannt, sondern auch be-kannt werden. Die Kirche sei von ihrem Wesen her missionarisch angelegt, wobei die Missionsgebiete „nicht in fernen Ländern, sondern hier bei uns“ seien. Laut den Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils seien besonders die Laien dazu berufen „Salz der Erde zu sein, erinnerte Fürnsinn: „Sie sind die Träger der Frohen Botschaft, des Apostolats.“ Es komme darauf an „sich nicht zu verstecken“.
Die Mitte des Glaubens sei eine „Vertrauensbeziehung“ zu Jesus Christus. Es genüge nicht, über ihn Bescheid zu wissen, sondern „in Rufweite des Herrn zu leben und tiefer in ihn hineinzuwachsen“, wie Fürnsinn ausführte. In diesem Zusammenhang empfahl der Propst, auch „mehr Augenmerk auf die Eucharistie“ zu legen.
Kirche müsse schließlich im Alltag „wie ein Sakrament“ gelebt werden. Das Konzil habe ein neues Verhältnis von Kirche und Welt eingefordert. So seien wir als Christen aufgerufen, mit anderen Menschen und Einrichtungen für die ganze Welt zusammenzuarbeiten. Fürnsinn: „Kirche ist kein Selbstzweck, sondern für alle Menschen da.“

Die Andacht im Landhaus wurde von Raphaela Judith Beroun (Violoncello) und Angelika Beroun-Linhard (Orgel) musikalisch gestaltet.