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Dompfarre: Start für Umbau und Renovierung

Plakat zum Umbau der Dompfarre

St. Pölten, 17.12.2013 (dsp) Nach jahrelangen Vorbereitungen ist es so weit: In der Dompfarre St. Pölten beginnen die Arbeiten zum Umbau des Pfarrzentrums. Bis Mai 2014 sollen, so Dompfarrer Norbert Burmettler, wichtige Orte umgebaut und adaptiert werden. Die Dompfarre lud kürzlich zum feierlichen Renovierungsbeginn und zur Enthüllung der dazu gehörigen Schautafel.

Bischof Klaus Küng segnete das Bauvorhaben und betonte: "Die Domkirche ist die Mutter der Kirchen in der Diözese und sollte daher nicht nur Vorbild in der Liturgie sein, sondern auch in der Gemeinschaft." Durch die geänderten Lebensverhältnisse brauche es dafür gerade in der heutigen Zeit neben der Kirche auch andere Orte, so der Bischof: "Räume für die Beheimatung von Menschen sind von größter Bedeutung. Gerade heute suchen mehr Menschen denn je Gemeinschaft."

Ein wichtiger Raum für die Gemeinschaft wird in Zukunft wohl der neue Pfarrsaal werden, der "Kardinal-König-Saal" heißen wird. Der Pfarrgemeinderat habe dies beschlossen, so Burmettler, um die Verdienste des Kardinals zu würdigen. König hatte unter anderem als Domkurat Frauen und Kinder in den Kellerräumen unterhalb des jetzigen Pfarrsaales vor den russischen Besatzungssoldaten beschützt und später als Bischof-Koadjutor in St. Pölten gute Kontakte unter anderem zur Arbeiterschaft geknüpft. Burmettler verwies bei den Feierlichkeiten auch darauf, dass König genau vor 55 Jahren, nämlich am 15. Dezember 1958, durch Papst Johannes XXIII. in das Kardinalskollegium aufgenommen worden war.

Der neue Pfarrsaal wird im Zuge der Umbauarbeiten vergrößert, ebenso die Küche. Der neue Haupteingang zum Pfarrzentrum wird neben dem Domportal sein, der Stiegenabgang in den Jugendkeller wird verlegt. Im Nordtrakt entsteht ein neuer Kinder-Gruppenraum mit angrenzender Teeküche und behindertengerechter Sanitäranlage. Im östlichen Teil des Nordtraktes entsteht ein gößerer Meditationsraum mit Garderobe und Abstellraum.

Das Bauvorhaben ist insgesamt mit rund 640.000 Euro veranschlagt, informierte Pfarrgemeinderats-Obmann Friedrich Käfer. Die Diözese habe einen Zuschuss gewährt, den Rest von 290.00 Euro muss die Pfarre selbst aufbringen. Schon seit Jahren sammelt daher die Dompfarre für die Baumaßnahmen. "Aber es fehlt noch ein großer Teil", so Käfer. Um den offenen Rest begleichen zu können, sei man auf Unterstützung der Öffentlichkeit und auf Sponsoren angewiesen. Ein "Spendenbarometer" zeigt den finanziellen Stand an.

(Sonja Planitzer)