Weihnachtskrippe
Sternsinger
Weihrauchfass
 
 

Die Kultur als Ort der Neuevangelisierung

Prof. Dr. Veit Neumann

St. Pölten, 17.12.2013 (dsp) Seine Antrittsvorlesung als Professor für Pastoraltheologie hielt der praktische Theologe Dr. Veit Neumann in der Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Neumann sprach vor dem Professorenkollegium und Studierenden über das Thema „Vom gebändigten Zauber des Wortes. Sind Theologen die besseren Schriftsteller?“

Bischof Klaus Küng, Magnus Cancellarius der Hochschule, hatte Neumann zu Beginn des Sommersemesters 2013 zum Ordentlichen Professor für Pastoraltheologie an der Hochschule ernannt. Rektor Reinhard Knittel hob die bisherigen theologischen Schwerpunkte Neumanns sowie das gesellschaftliche Engagement des praktischen Theologen als Chefredakteur einer Verbandszeitschrift hervor.

Neumann stellte in seiner Antrittsvorlesung die Kultur selbst als Ort und Vehikel der Neuevangelisierung vor. Er erinnerte daran, dass Kardinal Joseph Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation 1990 in dem Dokument „Donum veritatis“ dem Theologen die philosophische und die historische Methode, aber auch den Einsatz der Kulturwissenschaften ans Herz gelegt habe. „Donum veritatis“ beschreibt die Aufgabe des Theologen in der Kirche und in der Welt.

Den kulturellen Sektor dürfe die praktische Theologie nicht vernachlässigen, erklärte Neumann. Daher auch das Thema, das die Kultur und die Schriftstellerei in Beziehung setzt. Bereits in seiner Dissertation in München hatte Neumann die Theologie des „Renouveau catholique“ untersucht. Der „Renouveau catholique“ war eine Schriftstellerbewegung engagierter katholischer Laienchristen im Frankreich des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Frage, ob Theologen die besseren Schriftsteller sind, beantwortete Neumann mit den Worten: „Sie könnten es sein. Aber sie sind noch weit davon entfernt.“ Neumann ermunterte zu einem reflektierten Einsatz der Sprache in der Kirche und besonders in der Pastoral sowie zu einem kritischen Umgang mit sprachlichen Floskeln.