Sommerkampagne 2016
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„Dialogtüren“ öffnen die Welt der Religionen

St. Pölten, 24.01.2013 (dsp) Die interreligiöse Wanderausstellung „Dialogtüren“ macht bis 28. März in St. Pölten Station. Im Bildungshaus St. Hippolyt zeigen fünf frei aufgestellte symbolische Türen Grundthemen des Dialogs der Religionen. Das Diözesankomitee Weltreligionen präsentierte die Ausstellung und stellte seine Arbeitsschwerpunkte vor: „Vertrauen aufbauen, Begegnung auf Augenhöhe und offene Türen füreinander haben“, so der Vorsitzende des Diözesankomitees, Fachinspektor Johann Bruckner.
Vor beinahe 50 Jahren habe das Zweite Vatikanische Konzil die Türen zu den Weltreligionen geöffnet, sagte Bischofsvikar Gerhard Reitzinger. Mit der „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ („Nostra aetate“) liege „ein Schlüssel vor, damit diese Tür tatsächlich für alle offen steht und der Zugang gefunden werden kann“. Die „Dialogtüren“ dieser Ausstellung würden dazu einladen, „den Schlüssel zu gebrauchen, die Türen zu durchschreiten und hoffentlich in eine gute, segensreiche Zukunft zu gehen“, so Reitzinger, „gerade weil wir das Gemeinsame mit den nichtchristlichen Religionen suchen.“

„Nostra aetate“ mit Leben erfüllen

Das Diözesankomitee Weltreligionen wolle dazu beitragen, „Nostra Aetate“ mit Leben zu erfüllen werden, damit die Inhalte „in den Einstellungen, im Reden und in der Lebenspraxis der Katholikinnen und Katholiken wirksam werden“ könnten, erklärte Vorsitzender Bruckner. Ein Team von Frauen und Männern, die meist ehrenamtlich im Dialog mit Menschen anderer Religionen und Kulturen tätig sind, trifft sich regelmäßig, um die vielfältigen Initiativen wahrzunehmen und zu koordinieren, um zu ermutigen und Impulse zu geben.

Die Mitglieder des Diözesankomitees kommen zum Großteil aus der Basis und sind in den jeweils eigenen Arbeitsbereichen für die Vernetzung verschiedenster Initiativen tätig, wie Maria Schwingenschlögl von der Initiative Interreligiöser Dialog Krems sagte. „Wir veranstalten interreligiöse Gespräche im kleinen Rahmen, aber auch große Friedensaktivitäten mit Medienecho werden von uns organisiert.“ Auch Betriebsseelsorger Sepp Gruber, der Organisator des traditionsreichen Festes der Begegnung in St. Pölten, gehört dem Diözesankomitee Weltreligionen an.
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Interreligiöse Lernprozesse ermöglichen

„Von persönlichen und offiziellen Positionen und Herausforderungen über Anknüpfungen im Lebensweg, bis hin zu Beispielen in der Gebetspraxis wird konkret gezeigt, wie Dialog beginnen kann und interreligiöse Lernprozesse ermöglicht werden“, erklärt Theologe Franz Moser vom Bildungshaus St. Hippolyt das Konzept der Ausstellung. Zahlreiche Beispiele gelungenen Dialogs und Erfahrungen aus der Praxis sollen dem Betrachter unterschiedlichste Zugänge zum Thema eröffnen.

Neben den aufgestellten „Dialogtüren“ ermöglicht eine „Hörsäule“ anhand von Audiomaterial tiefer in die Materie einzudringen und Lieder und Gebete der Religionen, Interviews zum Thema oder Zitate aus historischen Ansprachen zu hören. Ein „Lesepult“ dokumentiert Positionen der Kunstausstellung „Übertreten geboten“ und lädt dazu ein, eigene Hoffnungsvisionen oder Erfahrungen im Dialog der Religionen niederzuschreiben.

Die Dialogtüren sind ein Angebot von OCCURSO Institut für interreligiöse und interkulturelle Begegnung e.V., Freising (D), www.occurso.de.
Anmeldung für Besuche mit Schulklassen und anderen Gruppen bei Franz Moser unter fm.hiphaus@kirche.atoder 02742/352104-927. Der Eintritt ist frei.

Bild 1: Mag. Johann Bruckner, Vorsitzender Diözesankomitee Weltreligionen; Dr. Sepp Winklmayr, Direktor Pastorale Dienste; Mag. Franz Moser, Bildungshaus St. Hippolyt.
Bild 2: Mag. Sepp Gruber, Mag. Ulli Immervoll, Mag. Franz moser, BV Dr. Gerhard Reitzinger, Dr. Maria Schwingenschlögl, Mag. Johann Bruckner, DDr. Burkhard Berkmann.
Bild 3: Mag. Franz Moser, Dr. Maria Schwingenschlögl, Mag. Johann Bruckner, BV Dr. Gerhard Reitzinger, DDr. Burkhard Berkmann.