Sommerkampagne 2016
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Bischof Küng: „Ermutigung für Familien und Lebensschutz“

St. Pölten, 23.04.2013 (dsp) Den internationalen „Tag des Lebens“ begeht die Diözese St. Pölten mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten, die „Familienbischof“ Klaus Küng bei einer Pressekonferenz am Dienstag als „Ermutigung für Familien und Lebensschutz“ vorstellte. Der beste Schutz für die Würde der Person und die Entfaltung des Lebens“ seien die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau und die Familie, betonte Bischof Küng. Bei allem Respekt vor der Freiheit zur Lebensgestaltung sei die Politik dazu aufgerufen, die Ehe zu fördern und zu schützen. Ehe und Familie seien bedeutend für die positive Entwicklung der Gesellschaft und auch für die wirtschaftliche Stabilität, so Küng.
Der „Tag des Lebens“ am 1. Juni solle dafür genützt werden, wieder neu auf den Wert und die Würde des Lebens hinzuweisen, betonte Helmut Prader, Bischofsvikar für Ehe, Familie und Lebensschutz. „Die Würde eines Menschen trägt der Mensch in sich und braucht ihm nicht von jemandem zugestanden werden.“ Die Kirche stärke daher einerseits besonders die Familien, andererseits müsse sie auch „immer wieder auf das Unrecht der bewussten Tötung eines Menschen hinweisen“. Prader: „Es bleibt immer ein Unrecht, einen unschuldigen Menschen zu töten, egal ob am Anfang oder am Ende des Lebens."

Ein „besonderes Anliegen“ von Bischof Küng ist die Präimplantationsdiagnostik (PID), „deren Legalisierung von manchen Interessensgruppen auch in Österreich angestrebt wird“. Es gehe bei PID „letztlich um eine Selektionsmethode“, bei der alle Embryonen mit Verdacht auf eine Anormalität „eliminiert werden“, kritisierte Küng. Ebenso aktuell sei das Screening von Schwangerschaften durch Ultraschall (Nackenfalte) und durch den neu entwickelten Bluttest. Küng: „Es ist sehr traurig, dass behinderte Kinder fast keine Chance mehr haben, durchzukommen Der Mensch macht sich zum Herren über Leben und Tod, und beurteilt, was lebenswert ist und was nicht. Das ist traurig und kann auf Dauer nicht gut gehen.“ In diesem Zusammenhang rief Bischof Küng nochmals zur Unterzeichnung der europäischen Bürgerinitiative „One of us“auf.

„Fest der Familie“ in Maria Langegg

Als Auftakt der Veranstaltungen zum „Tag des Lebens“ findet bereits am Samstag, den 4. Mai, das vierte „Fest der Familie“ im Wallfahrtsort Maria Langegg (Gemeinde Dunkelsteinerwald) statt. „Der Hauptakzent der Veranstaltung liegt auf Optimismus und Ermutigung“, wie Küng erklärte. „Sie ist vor allem für junge Familien gedacht und solche, die es werden wollen.“ Im Rahmen des Festprogrammes würden praktische Hilfestellungen für den Alltag vermittelt, „damit Beziehung nicht nur zeitweise gelingt, sondern tiefer und dauerhaft werden kann“. Das „Fest der Familie“ und andere ähnliche Initiativen entwickelten sich zu einer „Sammelbewegung“, so Küng: „Untereinander befreundete Familien inspirieren sich gegenseitig und geben sich Halt.“

Markus Mucha von den Pastoralen Diensten der Diözese präsentierte das Programm des Familienfestes, das „mit dem Erfahrungsschatz von den ersten drei Festen in Maria Langegg neu konzipiert“ wurde. „Es geht an diesem Tag darum, Familien in ihrer Aufgabe als kleinste Zelle in Gesellschaft und Kirche zu stärken. Ein weiteres Ziel ist es, die Familien zu vernetzten, zu ermöglichen, andere Familien kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Neben einem Impuls-Vortrag von Radio Maria-Programmdirektor Mag. Andreas Schätzle, Workshops und einer Familienmesse mit Familiensegnung gibt es diesmal einen "Bunten Jahrmarkt" aufgenommen, bei dem die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern als „Familienteams“verschiedene Stationen absolvieren.

Überraschungspäckchen und Familiensegnung

Genau am Tag des Lebens am 1. Juni wird am Riemerplatz in St. Pölten von 10 bis 16 Uhr die Packerlaktion „Die Überraschung des Lebens“ durchgeführt. Dabei verteilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienreferates der Diözese St. Pölten und von Aktion Leben gegen eine Spende Überraschungspäckchen, die nützliche Utensilien enthalten für Frauen, die ein Kind erwarten. Mit dem Reinerlös unterstützt die Aktion Leben Schwangere in Notsituationen. Zum Abschluss dieses Tages gibt es um 16.30 Uhr einen Gottesdienst mit Familiensegnung in der Franziskanerkirche am Rathausplatz.
In den Wochen vor und nach dem Tag des Lebens gibt es diese Aktion in verschiedenen Pfarren der Diözese. Der erste Termin wird am 16. Mai in Euratsfeld sein und der letzte am 16. Juni in Unterbergern.
Daran anschließend zeigt die Diözese die Ausstellung „LebenErleben – eine Reise in die vorgeburtliche Welt“ von 17. bis 21. Juni im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes. Die Schau stellt auf sehr eindrucksvolle Weise das Wunder des werdenden Menschen dar.

Bei Interesse an der Ausstellung oder an der Packerlaktion bitte um Kontaktaufnahme mit der Aktion Leben unter 0664/389 64 84.

Foto 1: P. Karl Leisner (Gemeinschaft der Seligpreisungen, Maria Langegg), Bischofsvikar Dr. Helmut Prader, Bischof DDr. Klaus Küng, Familie Mag. Markus und Anneliese Mucha (Bereich Familie der Pastoralen Dienste und Schönstatt-Bewegung)

Foto 2: P. Karl Leisner, Bischofsvikar Dr. Helmut Prader, Bischof DDr. Klaus Küng, Mag. Markus Mucha