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50 Jahre Fastenaktion: eine "Solidaritätsmanifestation"

St. Pölten, 20.03.2013 (dsp) Die traditionelle Fastenaktion der Diözese ruft wieder zur Unterstützung von kirchlichen Hilfsprojekten in Österreich, Afrika, Asien und Lateinamerika auf. Bei einem Festakt im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten würdigte Projektpartner Bischof Joseph Afrifah-Agyekum aus der Diözese Koforidua (Ghana) die jahrelange Kooperation mit der Fastenaktion. Aus Dank wurde sogar das lokale Bildungszentrum „St. Pölten“ genannt. Viele, die die Aktion über fünf Jahrzehnte mitgetragen haben, berichteten wie wichtig diese Sammlung für zahlreiche Menschen in armen Ländern sei und wie prägend sie auch für die Diözese St. Pölten wäre.
Für Diözesanbischof Klaus Küng ist die Fastenaktion eine „Solidaritätsmanifestion“. Er erinnerte an den Einsatz der Kirche für die Armen: „Auch der neue Papst hat den Namen Franziskus in Anlehnung an Franz von Assisi gewählt, weil ihm die Armen ein großes Anliegen sind“. Die Fastenaktion sei heute so aktuell wie vor 50 Jahren. „Unser Land ist reicher geworden, manche Länder dagegen wurden ärmer. In Missionsländern sind neue Diözesen entstanden, die geistig vital sind und sich im Wachsen befinden, materiell jedoch arm sind. Wir dagegen haben materiell zwar viele Gebäude und Einrichtungen, sind aber leider momentan nicht so vital.“ Sicher sei: „Wir lieben die Armen und das was wir haben, teilen wir auch mit den Diözesen, die nicht so viel haben.“

Hunderttausendfache Begegnungen

„Bei der Fastenaktion geht es nicht nur um Spenden, sondern um Solidarität und Teilen mit Armen in aller Welt – ein Grundgedanke des Fastens“, betonte Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten. Die Fastenaktion sei ein sichtbares Zeichen von Weltkirche. Aber es schaffe auch hierzulande „hunderttausendfache Begegnung“. Er mache seit vielen Jahren selbst die Erfahrung, dass Kirche mit den Menschen ins Gespräch komme, wenn am Anfang der Fastenaktion die Fastenwürfel persönlich in die Haushalte getragen werden und rund um Ostern wieder abgeholt werden. Das ist auch Winklmayrs Bitte: „Die Würfel wieder zurück in die Pfarren zu bringen.“

Der Erlös aus der Aktion, die heuer unter dem Motto „Solidarisch leben“ steht, ist für insgesamt 40 Projekte in der Höhe von € 512.049 vorgesehen, die in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich mitfinanziert werden. Die Fastenaktion habe mit bescheidenen Mitteln sehr große, positive Veränderungen im Leben vieler Menschen bewirkt, so die Verantwortlichen: „Wir sind zwar eine relativ kleine Organisation, aber wir können auf vorhandene Strukturen vor Ort zurückgreifen. Daher kommen alle Spenden direkt bei den Bedürftigen an.“ So werde der Bau von Internaten in Indien unterstützt, ebenso wie der Bau von lebenswichtigen Brunnen in Tansania, die Ausbildung von Priesterseminaristen in Brasilien oder der Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten.

Teilen

Projekte werden nicht einfach durch eine Geldüberweisung unterstützt. Projektarbeit sei eine Begleitung dessen, was Partner und Zielgruppen vor Ort umsetzen. "Durch den regelmäßigen Kontakt mit unseren ProjekpartnerInnen erlebe ich, wie wichtig jede einzelne Ihrer Spenden an die Fastenaktion ist", sagt Koordinatorin Karin Hintersteiner. Sie ruft auf: "Setzen wir ein Zeichen und teilen unseren Überfluss mit denen, die weniger haben - damit unsere Welt lebenswert für alle ist!" Übrigens: Viele Haushalte stellen die Fastenwürfel in den „Herrgottswinkel“ in der Stube oder in der Küche. Die Fastenaktion gilt als legendär: Mal gab es Fastendosen, dann bunte Fastenwürfel aus Plastik, dann Fastensackerl und jetzt wieder umweltfreundliche Fastenwürfel.

Fastenaktion läuft seit 1963

1963 rief die Diözese St. Pölten die Fastenaktion unter Bischof Franz Zak ins Leben, was laut Diözesanblatt ein „Konzilsanliegen“ war. Was damals mit drei Projekten begonnen hat, ist mittlerweile zu einer richtigen „Institution“ geworden. In der Fastenaktion sind Projekte aller diözesanen Organisationen in einer einzigen Aktion zusammengefasst, bisher spendeten die Most- und Waldviertler dafür 27 Millionen Euro.

So können Sie helfen

Spenden an die Fastenaktion können als Sonderausgaben von der Lohnsteuer oder als Betriebsausgabe von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Als Bestätigung für das Finanzamt reicht die Kopie des Einzahlungsbeleges der Bank.

Großes Anliegen der Diözese: Fastenwürfel, die kinderleicht zusammenzubauen sind, persönlich verteilen und dann wieder abholen.

Spendenkonto Fastenaktion der Diözese St. Pölten
Bank: Raiffeisenbank Region St. Pölten
IBAN: AT90 3258 5000 0120 0666
BIC: RLNWATWWOBG

Fastenaktion der Diözese St. Pölten

Bild 1: Bischof Joseph Afrifah-Agyekum aus der Diözese Koforidua (Ghana), Fastenaktion-Verantwortliche Karin Hintersteiner, Josef Pichler, Pfarrer von Großsiegharts.
Bild 2: Ruth Ankerl (Vorstand Katholische Frauenbewegung), Generalvikar Eduard Gruber, Anna Rosenberger (Vorsitzende Katholische Frauenbewegung), Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Bischof Joseph Afrifah-Agyekum, Karin Hintersteiner (Projektverantwortliche Fastenaktion), Armin Haiderer (Vorsitzender Katholische Aktion), Bischof Klaus Küng, Joseph Quainoo Aggrey (Kanzler der Diözese Koforidua), Josef Pichler (Pfarrer von Großsiegharts), Pfarrer Karl Höllerer (St. Pölten-Maria Lourdes), Langjähriger Missionar Helmut Buchegger, Sepp Winklmayr (Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten).
Bild 3: Festgottesdienst im St. Pöltner Dom.
Bild 4: Ghana Minstrel Choir sorgte für musikalische Umrahmung.
Bild 5: Die Fastenaktion hat einen großen Freundes- und Unterstützerkreis.