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Winterwald
 
 

Theologiestudium: Gott, Glaube und Kirche sind aktuelle Themen

„Gerade heute ist es wichtig, unseren Glauben auch rational zu durchdringen“, sagt Verena Kopp. „Besonders in einem Teil meines Freundeskreises, den ich als eher kirchlich distanziert beschreiben würde, merke ich, dass Gott, Glaube und Kirche immer wieder Themen sind.“ Kopp hat das Theologiestudium am der Philosophisch Theologischen Hochschule absolviert und kürzlich ihre Diplomarbeit über „Treue zur Botschaft Jesu – Ehebruch und Ehescheidung als Prüfstein und Herausforderung“ im Rahmen der Thomasakademie vorgestellt. „Die jungen Menschen sind oft neugierig und fordern mich mit ihren Fragen, aber ich merke, dass auch sie Gott kennen lernen wollen. Daher kann ich nur jedem, der sich für ein Theologiestudium interessiert anraten, es zu machen. Es ist unglaublich bereichernd und verändert einen ein Stück!“
Auch für Stephan Reisinger ist das Theologiestudium hoch aktuell: „Es vermittelt eine weite Sicht, was das Menschenbild betrifft. Theologie ist ein sehr breit angelegtes Studium, das die ganze Lebenswelt des Menschen berührt.“ Reisinger hat bei der Thomasakademie der Hochschule seine Diplomarbeit „Die Bedeutung der Krankensalbung“ präsentiert. Neben dem Theologiestudium wird er heuer auch das Studium der Religionspädagogik abschließen.

Ursprünglich hatte Reisinger eine Berufung zum Priester gespürt, doch jetzt sieht er seine Berufung im Ständigen Diakonat, im Religionsunterricht und in der Altenseelsorge. „Der Religionsunterricht war für mich immer ein Thema“, sagt Reisinger. Der Weg dorthin war allerdings lang: Nach der Handelsschule besuchte er das Seminar im Canisiusheim in Horn, wo er am Aufbaugymnasium die Matura nachholte. „Es war eine schere Zeit, in der ich alles aufholen musste.“ Nach einigen Semestern im Priesterseminar in Heiligenkreuz und der ersten Diplomprüfung an der dortigen Hochschule, wechselte Reisinger nach St. Pölten.

„St. Pölten als Studienort ist etwas ganz Besonderes. Die familiäre Atmosphäre im Haus ist besonders angenehm“, schwärmt Verena Kopp. Als Bereicherung fand sie es auch, im selben Haus zu studieren wie die Priesteramtskanditaten. „Einerseits konnte ich so meine Sichtweise oft erweitern, andererseits profitierte ich auch von spirituellen Angeboten, zu denen wir eingeladen wurden.“ Außerdem konnte Kopp eine besonders intensive Betreuung durch unsere Professoren genießen, da ihnen aufgrund der Studentenzahl ein näherer Kontakt mit den Studierenden möglich ist, „was ich immer als Vorteil sah“, wie Kopp betont.

Das „familiäre Klima“ an der Hochschule gefällt auch Stephan Reisinger: „An einer kleineren Hochschule gibt es weniger Bürokratie, das erleichtert den Studienalltag enorm.“ Auch die öffentlich zugängige Bibliothek kann Reisinger empfehlen: „Sehr gut ausgerüstet, es fehlt an nichts!“ Neben der guten Beziehung zu den Professoren gefällt Reisinger auch deren Lehre: „Von der Theologie her wird hier eine gute Mitte gelehrt.“

„Das Theologiestudium habe ich als sehr vielfältig und abwechslungsreich erlebt. Es hat mir so zu sagen eine neue Welt eröffnet“, erzählt Verena Kopp. Ihre kirchliche „Karriere“ hat Kopp – „wie die meisten von uns“ – als Ministrantin begonnen. „Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich gerne in der Pfarre, vor allem bei der Jungschar. Auf meinem Glaubensweg begleitet und gestärkt haben mich immer meine Eltern und mein Heimatpfarrer.“ Nach der Matura hatte Kopp das Lehramt für Religion und Latein angestrebt, kam dann aber über die Selbstständige Religionspädagogik zum Theologiestudium. „Das Theologiestudium hilft mir den Glauben mit anderen, offeneren Augen zu sehen. Es hilft mir auch Rede und Antwort zu stehen – wie es im ersten Petrusbrief heißt –, wenn ich nach dem gefragt werde, was mich so begeistert.“

Philosophisch-Theologische Hochschule der Diözese St. Pölten