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Adventmarkt
 
 

Startfest der Caritas Haussammlung in Horn

In den Monaten Juni und Juli machen sich mehr als 6.500 Haussammlerinnen und Haussammler aus niederösterreichischen Pfarren auf den Weg und bitten um eine Spende zugunsten Not leidender Menschen. Rund 100 Haussammlerinnen und Haussammler kamen am 30. Mai zum Startfest der Caritas Haussammlung 2012 nach Horn. Gleichzeitig konnten auch alle Caritas Einrichtungen in Horn im Rahmen eines Tages der offenen Tür besucht werden.
Eine der wichtigsten Finanzquellen der Caritas Inlandshilfe ist die Haussammlung, die den Blick auf die Not der Menschen in Niederösterreich sensibilisieren soll. Denn die Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Caritas auch 2011 mit voller Härte in den Sozialberatungsstellen gespürt. „Aber nicht nur bei der Nothilfe sind wir auf Spenden der Haussammlung angewiesen“, sagte Caritasdirektor Friedrich Schuhböck: Die Caritas errichtet Wohnungen für Menschen mit Behinderungen, betreut Kinder von psychisch kranken Eltern, betreibt eine Kompetenzstelle für Demenzkranke und deren Angehörige, führt sechs Mobile Hospizstationen für Schwerstkranke, bietet Rat & Hilfe in 18 Familienberatungsstellen und unterstützt in einem neuen Lerncafé in St. Pölten Pflichtschulkinder mit und ohne Migrationshintergrund. Dabei sei die Caritas „penibelst darauf bedacht, das Geld richtig auszugeben“, wie Schuhböck betonte. „Die Caritas ist lieb, aber nicht blöd.“

„Die Armut in unserm Land ist oft versteckt und unsichtbar“, betont Michael Landau, Caritas-Direktor der Erzdiözese Wien, welche die Haussammlung im Wein- und Industrieviertel Niederösterreichs durchführt. Die Haussammler würden nicht nur vieles ermöglichen, sondern auch „etwas im Zusammenleben der Menschen verändern“. Diese „Kultur der Aufmerksamkeit“ sei eine wesentliche Stärke der Haussammler, die gemeinsam mit den Pfarrgemeinden als „Kraftwerke der Nächstenliebe den Menschen am Rand der Gesellschaft Hilfe leisten“, so Landau.

Soziallandesrätin Barbara Schwarz würdigte das freiwillige Engagement der Haussammler und ihre Botschaft, die sie zu den Menschen hinaustragen: „Teilen ist ein wichtiger Wert in unserer Gesellschaft und fördert deren Zusammenhalt untereinander“. Schwarz, die früher selbst als Haussammlerin unterwegs gewesen war, appellierte, die Bedürftigen nicht „von oben herab“ zu beurteilen: „Es steht immer das Schicksal eines konkreten Menschen dahinter, der unserer Unterstützung bedarf.“

Die Solidarität und Mitmenschlichkeit der NiederösterreicherInnen ist tatsächlich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten groß: Im Vorjahr wurden bei der Caritas-Haussammlung in der Diözese St. Pölten 817.800 Euro gespendet. Der geistliche Assistent der Caritas, Bischofsvikar Franz Schrittwieser, bestärkte die Haussammler: „Ihr macht euch bei der Haussammlung auf den Weg der Barmherzigkeit, den wir in unserer Zeit so dringend brauchen. Die Caritas möchte den benachteiligten Menschen helfen und Ihr helft dabei mit. Wir brauchen all euren Einsatz.“

Fotos:
1 - Bischofsvikar Franz Schrittwieser, Bezirkshauptmann Johannes Kranner, Caritas-Direktor Michael Landau (Erzdiözese Wien), Soziallandesrätin Barbara Schwarz, Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck (Diözese St. Pölten), Stadträtin Gerda Erdner (v.l.n.r.)
2 - Angela Vevera ist seit 15 Jahren Haussammlerin.
3 - Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck (Diözese St. Pölten)
4 - Caritas-Direktor Michael Landau (Erzdiözese Wien)
5 - Soziallandesrätin Barbara Schwarz