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St. Pöltner „Fest der Begegnung“ als starkes Zeichen des Miteinanders

„Die Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen ist nicht als Gefahr, sondern als Chance zu sehen“, betonte Sepp Gruber, Hauptinitiator des 20. „Fests der Begegnung“ am Rathausplatz in St. Pölten. Gruber, der die diözesane Betriebsseelsorge Traisental leitet, sagte weiters im Rahmen des Festes: „Es geht um das Verständnis, dass alle Menschen die gleichen Rechte und die gleiche Würde haben.“ Gruber zitiert den jüdischer Religionswissenschaftler Pinchas Lapide: „Es gibt keine Fremden, es gibt nur Menschen, die sich noch nicht richtig begegnet sind.“ Darum bemühe man sich seit 20 Jahren um Begegnung und will Ghettos aufbrechen und gemeinsam feiern und reden.
Auch St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler sieht in diesem Fest, das seit 20 Jahren begangen wird, „ein Zeichen funktionierender Integrationspolitik über die Grenzen der Stadt hinaus“. Es gelte, „diese Vielfalt zu leben und der Einfalt sowie der Missgunst keinen Raum zu geben“. Stadler erteilte jenen eine scharfe Abfuhr, die die jüngste Tötung eines Schülers in St. Pölten-Wagram dazu nutzen, das Migrationsthema neu anzuheizen. Der Bürgermeister richtete an die Anwesenden den Appell, jene, die schon seit Jahrzehnten Österreich als Heimatland gewählt haben, nicht mehr als „Fremde“ und „Ausländer“ zu bezeichnen.

Auch Bundesrätin Martina Diesner-Wais sieht die Integration als wichtigen Aspekt einer funktionierenden Gesellschaft: „Nur wenn wir aus dieser Vielfalt schöpfen, werden wir auch Erfolg haben“, sagte sie.

Über 100 verschiedene Nationen leben in St. Pölten; über 30 Gruppen wirken seit vielen Jahren an diesem Fest mit. Tanz, Gesang, Folklore und kulinarische Köstlichkeiten aus den verschiedenen Heimatländern ließen die Veranstaltung am 1. und 2. Juni als echtes Begegnungsfest erleben, an dem zahlreiche Gäste aus St. Pölten und der Umgebung teilnahmen.

Nähere Infos: Fest der Begegnung