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St. Pöltner Emmaus-Jugendeinrichtungen geben Perspektiven

St. Pölten, 14.09.12 (dsp) „Ohne die Emmaus-Gemeinschaft wäre ich vielleicht nicht mehr am Leben.“ Das ist eine der Rückmeldungen, die der legendäre Gründer der Emmaus-Gemeinschaft St. Pölten, Karl Rottenschlager, im Laufe des 30-jährigen Bestehens der Einrichtung bekam. Anlässlich des Jubiläums luden die Jugendeinrichtungen der Emmaus-Gemeinschaft nach St. Pölten-Viehofen zum Kinder- und Jugendfest. Darunter waren auch viele Gäste, die durch die kirchliche Einrichtung wieder eine Perspektive im Leben bekamen.
Es sei ein kleines Wunder, dass „wir mit so wenigen Mitteln so viel erreichen konnten“, so Karl Rottenschlager. Viele Menschen hätten durch Emmaus einen „Anker in stürmischen Zeiten bekommen“. Dennoch: „Wir stehen immer am Anfang.“ Jährlich gibt es 440 Neuaufnahmen, darunter 100 Jugendliche. Rottenschlager dankte den Mitarbeitern für deren Einsatz sowie dem AMS und der NÖ-Jugendwohlfahrt für die Förderungen.

Jugendwohlfahrt: Emmaus-Einrichtungen sind Erfolgsgeschichte

Reinhard Neumayer von der Abteilung Jugendwohlfahrt der NÖ-Landesregierung betonte: „Die Emmaus-Jugendeinrichtungen geben Perspektive!“ Denn Emmaus würde die Jugendlichen auf die Zukunft vorbereiten. So sei die Jugendnotschlafstelle JUMP ein Türöffner. Diese ist die einzige in Niederösterreich und ermöglicht wohnungslosen Jugendlichen zu übernachten und auch Betreuung. Das Konzept der Emmaus-Gemeinschaft wäre seit Jahren erfolgreich, es sei keine Eintagsfliege, sondern eine Erfolgsgeschichte.

Beim Festakt wurde besonders an das Los unbegleiteter Flüchtlinge minderjähriger Flüchtlinge erinnert, die sich in der Obhut der Emmaus-Gemeinschaft in Viehofen befinden. Der jüngste Emmaus-Gast ist erst 6 (!) Jahre alt und kam gemeinsam mit zwei Brüdern aus dem bürgerkriegsgebeutelten Afghanistan. Vergangene Woche bekam er seine Schultüte. Generell werden in der Jugendbetreuungseinrichtung UMF Kinder im Alter von 10-14 Jahren aufgenommen und werden bis zur Volljährigkeit betreut. Sie erhalten Unterstützung, damit sie ihr Leben bestmöglich gestalten können. Dazu zählen Deutschkurse, Besuch öffentlicher Schulen, rechtliche Beratung, Integrationstraining, Freizeitaktivitäten und persönliche Gespräche. Da der Platz sehr knapp ist und Gemeinschaftsräume benötigt werden, wird das Gebäude in Viehofen in der Austinstraße erweitert.

Emmaus wirbt um Patenschaften

Viele der Kinder und Jugendlichen sehnen sich nach einem Familienanschluss. Emmaus will ihnen deshalb die Möglichkeit einer Patenschaft bieten – als Baustein für längerfristige Beziehungen und Basis für eine solide Integration. Interessierte, die ihnen Zeit, ein freundliches Umfeld, Begleitung in der Freizeit und eine familiäre Atmosphäre anbieten wollen und können, können sich bei Georg Hauer unter Tel. 0676 / 88044-742 melden.

Zum Festakt luden die Emmaus-Jugendeinrichtungen Jugendnotschlafstelle JUMP, WorkOut, Jugendbetreuung UMF und BeVe (Betreute Verselbständigung).

Infos: Emmaus-Gemeinschaft St. Pölten

Spendenmöglichkeiten:
Sparkasse NÖ Mitte-West | BLZ 20256 | Kontonummer: 38 570
IBAN: AT84 20256 000000 38570 | BIC: SPSPAT21

Raiba St. Pölten | BLZ 32585 | Kontonummer: 1.129.360
IBAN: AT96 32585 0000 1129360 | BIC: RLNWATWWOBG

Bild 1: Emmaus-Gründer Karl Rottenschlager
Bild 2: Einige Teilnehmer des Festes mit Vertretern des öffentlichen Lebens, jungen Gästen, Diözesanseelsorger Herbert Reisinger und Emmaus-Gründer Karl Rottenschlager.
Bild 3: Den Kindern und Jugendlichen wurde beim Fest viel geboten. Bild 4: Zahlreiche Freunde der Emmaus-Gemeinschaft kamen.
Bild 5: Musikalische Umrahmung.