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Päpstliche Segenswünsche für neue Familienassistenten

Bei einem Festakt im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt erhielten am 5. Februar elf Paare aus mehreren Diözesen ihre Familienassistenten-Zertifikate. Dabei wurde auch eine Botschaft von Papst Benedikt XVI. verlesen. Er bezeichnete in seinem Grußwort an die Absolventen der „Akademie für Ehe und Familie“ die Familie als „das Heiligtum des Lebens und die lebenswichtige Zelle von Kirche und Gesellschaft“. Sie sei jene „Schule der Liebe“, in der die Menschen geformt werden. Dass die Familie „ihrem wichtigen Auftrag auch in unserer Zeit stets gerecht werde, dazu mögen die Familienassistenten mit ihrem Einsatz und ihrer Kompetenz beitragen“, hofft Benedikt XVI. in seinem Schreiben.
„Familien-Bischof“ Klaus Küng nannte vor 150 Erwachsenen und 60 Kindern die Familienassistenten als „große Hoffnung für Kirche und Gesellschaft“. Ihre Aufgabe sei es, Familien mit Know How beizustehen. Familienassistenten müssten aufpassen, dass das Feuer der Liebe brennt, sie würden mithelfen, Jesus Christus zu entdecken und den Glauen weiterzugeben. Die Familie sei die Keimzelle der Gesellschaft, in der die Grundlagen der Persönlichkeit gelegt werden und „Schule des Lebens“, betonte Küng. In der Familie würde man lernen, Verantwortung zu tragen und solidarisch zu sein. Zentral für die Initiative Christliche Familie, von der die Akademie für Ehe und Familie veranstaltet wurde , ist denn auch das Bekenntnis zur Weiterbildung.

Ziel: Vertiefung des Ehe- und Familienlebens

Schwerpunkte des Kurses, die großteils im Lilienhof in St. Pölten stattfanden, waren die Lehre der Kirche mit ihren grundlegenden Dokumenten zu Familie und Partnerschaft, die Entfaltung einer Ehe- und Familienspiritualtität sowie die Lebenspraxis: Wie kann das Gehörte in den Familienalltag übersetzt werden.Ziel der Akademie ist eine Vertiefung des eigenen Ehe- und Familienlebens, danach lernen sie, ihr Wissen auch weiterzugeben. Beim Festakt präsentierten die elf Familien auch ihre Abschlussarbeiten. Diese behandelten Themen wie Vergebung in der Partnerschaft, Kommunikation in der Beziehung oder Wachsen als Familie. Für manche Paare sei der Kurs auch ein „Neuanfang im Glauben“ gewesen, berichtet Kurt Reinbacher, Projektleiter der Akademie für Ehe und Familie. Für andere war es wichtig, Argumente für ihre Standpunkte zu bekommen, wieder andere sprechen von einer „Aufbruchsstimmung“ in der Familie durch die Akademie. Die intensive Ausbildung beinhaltete Vorträge zu 80 Themen, Zeit für Paargespräche und Referate der Teilnehmer zu ausgewählten Gebieten.

Die Zertifikate als Familienassisten berechtigen die Absolventen des zweijährigen Kurses zur Mitarbeit in der kirchlichen Ehe- und Familienarbeit und wird im Rahmen des NÖ-Partnerschaftstrainings gefördert. Bischof Küng wirbt dafür, beim neuen Kurs, der im Dezember 2012 startet, mitzumachen: „Die Erfahrung lehrt nämlich, dass teilnehmende Ehepaare durch die Kurse einen neuen Zugang zum Glauben finden und dadurch auch zueinander.“ Die Teilnahme „lohnt sich hundertmal“.

Beim Festakt mit anschließender Heiliger Messe in St. Pölten nahmen neben Bischof Küng ua. der St. Pöltner Bischofsvikar Helmut Prader, sowie Doris Kloimstein, Leiterin des Bereichs Familie der Diözese St. Pölten, und Peter Pitzinger, Leiter des NÖ-Familienreferates, teil.

Infos:
www.christlichefamilie.at

Fotos:
Foto 1: Bischof Küng mit einer Familie
Foto 2: Bischof Klaus Küng, Peter Pitzinger, Leiter des NÖ Familienreferates, Bischofsvikar Helmut Prader
Foto 3: Die Absolventen
Foto 4: 150 Erwachsene und 60 Kinder nahmen teil
Foto 5: Heilige Messe