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Ökumene: „Die Einheit ist eine Gabe Gottes“

„Die Einheit ist eine Gabe Gottes und nicht einfach machbar“, sagte der evangelisch-methodistische Superintendent Lothar Pöll beim traditionellen ökumenischen Gottesdienst zur Weltgebetswoche für die Einheit der Christen am 22. Jänner in der St. Pöltner Landhauskapelle. Der evangelische Geistliche zeigte sich aber überzeugt, „dass Gott uns diese Einheit schon längst ermöglicht, wir aber nicht bereit sind, die konkreten Schritte und Taten folgen zu lassen“. Den Grund sieht Pöll darin, dass „wir uns geradezu von unserer Vergangenheit definieren“. Dieses nach rückwärts gewandte Selbstverständnis lasse keinen Wandel zu.
„Ich bin überzeugt, solange wir von der Vergangenheit bestimmt sind und nicht von der Zukunft Gottes, werden wir der Einheit nicht wirklich näher kommen. Auf die Zukunft ausgerichtet sein heißt aber auf das Reich Gottes ausgerichtet sein“, so Pöll. Die Kirche in ihrer jeweilig geschichtlich gewordenen Gestalt dürfe sich dann nicht zu wichtig nehmen, die Kirche sei Vorhut des Reiches Gottes. Sie bestehe auf das Reich Gottes hin, sie diene dem Kommen des Reiches Gottes vorweg. Was die Kirche attraktiv mache, sei der von Gott erneuerte Mensch – also ein durch den Glauben an Jesus Christus verwandelter Mensch, der erneuernd in der Welt wirkt. „Für die Einheit der Christen beten, bedeutet deshalb für die Erneuerung der Kirchen beten. Nach der Gesinnung Jesu Christi erneuerte Kirchen werden auch einen Weg zur Einheit finden“, so Superintendent Pöll abschließend.

Dem Gottesdienst standen Ordinariatskanzler Gottfried Auer, Rektor Prof. Josef Kreiml und Pfarrer Josef Piwowarski für die katholische Kirche, Superintendent Paul Weiland und Pfarrerin Baukje Leitner-Pijl für die Evangelisch-lutherische Kirche, Superintendent Lothar Pöll für die Evangelisch-Methodistische Kirche sowie Pfarrer Robert Freihsl für die Altkatholische Kirche vor. Zu dem ökumenischen Gottesdienst hatte der Akademikerverband der Diözese St. Pölten sowie der Ökumenische Arbeitskreis NÖ-West eingeladen. Die Feier, an der rund 120 Gläubige teilnahmen, stand unter dem Thema „Verwandlung“ und wurde musikalisch vom Evangelischen Kirchenchor St. Pölten gestaltet.