Sportlermesse mit Fußball-Segnung
Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Kinderarmut nimmt in Osteuopa erschreckend zu

„In unserem Partnerland Albanien lebt jedes 4. Kind in extremer Armut.“ - Und sie nimmt in den Ländern Osteuropas erschreckend zu. Darauf wies heute Friedrich Schuhböck, Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten, zum Auftakt der Kinder-Kampagne 2012 in der Fachhochschule St. Pölten hin. Gemeinsam mit den Pastoralen Diensten der Diözese werden damit Kinder in den ärmsten Ländern Europas unterstützt. Das Elend in Ländern Osteuropas sei „für uns unverstellbar und kaum vergleichbar“. Die Caritas betont: Spenden können Leben verändern.
Mit Hilfe der Kinderkampagne/Osteuropasammlung betreuen Caritas und die Pastoralen Dienste derzeit Tausende Kinder und Jugendliche in Albanien, der Ukraine, in der Slowakei oder in Rumänien. Das sei auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs vor über 20 Jahren noch nötig, so Direktor Schuhböck. Gerade Albanien spüre außerdem massiv den Druck der Weltwirtschaftkrise: 60 % der rund 800.000 Albaner, die im Ausland arbeiten, arbeiten in Griechenland, das aber wegen der Krise viele heimschickt. Daher gebe es ein massives Armutsproblem und viele Kinder werden auf die Straße geschickt – oder gehen selbst von zuhause weg. Schuhböck: „Wir bekamen Notrufe aus Albanien und die Diözese St. Pölten hilft, und das nachhaltig und wirksam.“ Insgesamt unterstützt die Caritas 250 Projekte in Osteuropa, berichtet Direktor Schuhböck: Häuser für Straßenkinder, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Nothilfe.

Kirchensammlung am 12. Februar

Die albanische Regierung schätze diese Hilfe aus Österreich, sie werde als „qualitätsvolle Arbeit gesehen und hat Vorbildfunktion“, sagt Schuhböck. Die Caritas unterstütze alle, egal welcher Konfession diese Menschen angehören. Am 12. Februar 2012 wird in sämtlichen Gottesdiensten der Diözese St. Pölten dafür gesammelt, 150.000 Euro erhofft man sich für die zahlreichen Projekte. Weitere Mittel kommen aus Initiativen wie „Coffee to help“, bei der man Freunde oder Kollegen zu Kaffee und Kuchen einlädt und diese um eine Kaffeespende für Kinder in Not bittet.

Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste, verweist auf die vielen Verbindungen mit den Ländern des Ostens seit dem Fall des Eisernen Vorhangs. Der soziale Graben sei nun hunderte Kilometer nach Osten gerückt. Auch in der Ukraine würden viele Kinder unter der extremen Verwahrlosung leiden. „Es kommen immer wieder Ansuchen aus christlichen Gemeinden, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu unterstützen, da es in den Bereichen Sport, Freizeit oder Kultur fast nichts gibt“, so Winklmayr. Vielfach seien Pfarren Auffangbecken für junge Mensche, wir leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“, etwa in Form von Baumaterial für Räumlichkeiten. Es gelte: „Was wir selbstverständlich haben, muss auch dort möglich sein.“

Die Kosten der Kampagne werden von Sponsoren getragen. Als regionaler Kooperationspartner konnte wieder die Sparkasse NÖ-Mitte-West AG gewonnen werden, welche die Finanzierung der Werbematerialien für die Pfarrsammlung übernimmt. „Die Sparkasse hat von ihrem Gründungsgedanken her auch einen sozialen Auftrag“, erklärte dazu Peter Lafite. In den Filialen der Sparkassen liegen Infoblätter auf.

Spendenkonto
Nr. 0000-013011, Sparkasse NÖ-Mitte-West, BLZ 20256
Onlinespenden: Caritas
Kennwort: Kinder in den ärmsten Ländern Europas

Fotos:
Foto1: Pressekonferenz in der FH St. Pölten mit Peter Lafite (Sparkasse NÖ-Mitte-West), Lukas Steinwendtner (Caritas-Auslandshilfeleiter), Sepp Winklmayr (Direktor der Pastoralen Dienste), Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Zamira Muca (Straßenkinderzentrum Haus Eden, Tirana).

Foto2: Das St. Pöltner Kaffeehaus Schubert unterstützt die Caritas-Aktion „Coffee to help“: V.l.n.r.: Mitarbeiter des Kaffeehauses Schubert, Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, weitere Unterstützerinnen von „Coffee to help“, Peter Lafite (Sparkasse NÖ-Mitte-West) sowie Sepp Winklmayr, Leiter der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten.