Fronleichnamsprozession
Fest der Familie
Lange Nacht der Kirchen
Mai
28
14:00, Samstag, 28. Mai 2016
Seitenstetten, Am Klosterberg 1
Mai
28
14:00, Samstag, 28. Mai 2016
Seitenstetten, Haus Gennesaret
Mai
28
14:00, Samstag, 28. Mai 2016
Seitenstetten, Am Klosterberg 1
 
 

Katholiken wählen am 18. März 5.000 Pfarrgemeinderäte

Am 18. März werden in der Diözese St. Pölten über 5.000 Pfarrgemeinderatsmitglieder neu gewählt. Rund 460.000 Katholiken sind bei den Pfarrgemeinderatswahlen 2012 unter dem Motto "Gut, dass es die Pfarre gibt" stimmberechtigt. In den 423 Pfarren wählen sie ihre Vertreter in den Pfarrgemeinderäten (PGR) für die kommenden fünf Jahre. Den PGR gehören weiters amtliche Mitglieder wie der Pfarrer, eventuelle Kapläne und Diakone sowie Vertreter der Religionslehrer und Orden im Pfarrgebiet an. Insgesamt sind ca. 8.000 Personen in den PGR der Diözese St. Pölten tätig. Der Pfarrgemeinderat unterstützt den Pfarrer bei der Leitung der Pfarre. In dem Gremium werden die wesentlichen Fragen zu Seelsorge und Organisation einer Pfarre besprochen.

Bei den bisher letzten Pfarrgemeinderatswahlen im März 2007 machte jeder vierte wahlberechtigte Katholik (26,8 Prozent) von seinem Stimmrecht Gebrauch. Insgesamt wurden vor fünf Jahren in der Diözese St. Pölten exakt 125.915 gezählt und 5.422 Mandate vergeben. Der Anteil der Frauen unter den Pfarrmandataren stieg mit 56,5 Prozent auf den bisher höchsten Wert der PGR-Wahl-Geschichte. Beinahe jedes zweite Pfarrgemeinderatsmitglied wurde neu in das Gremium gewählt.

Kirchliches Wahlrecht

Das kirchliche Wahlrecht räumt den Wahlberechtigten mehr Mitsprache ein als bei politischen Wahlen. So werden die Katholiken in der Diözese St. Pölten schon ab 16 Jahren zur Wahl zugelassen, gefirmte Jugendliche sogar wenn sie noch jünger sind. Wählbar sind gefirmte Katholiken ab 16. Auch katholische Immigranten haben unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit das aktive wie das passive Wahlrecht. Außerdem gibt es ein sogenanntes "Kinderstimmrecht". Es ermöglicht Eltern, in Vertretung ihrer noch nicht wahlberechtigten Kinder abzustimmen. Mutter und Vater geben dabei für jedes Kind jeweils eine halbe Stimme ab. Alleinerzieher haben für jedes Kind eine ganze Stimme.

Gewählt wird in den einzelnen Pfarren nach unterschiedlichsten Modellen. Die PGR-Wahlordnungen der Diözese sehen als Varianten u. a. Wahlmodelle mit Namenslisten oder die Möglichkeit zu einer Urwahl vor; bei letzterer benennen die Wahlberechtigten am Tag der Wahl Personen, die ihnen geeignet erscheinen. Erwartet wird, dass sich heuer der schon 2007 beobachtete Trend zur Briefwahl fortsetzt.

Die Pfarrgemeinderäte in der heutigen Form wurden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeführt, um der Mitverantwortung der Laien in der Kirche Ausdruck zu geben. Die ersten Pfarrgemeinderäte wählten die Katholiken 1969 in der Erzdiözese Salzburg und in der Diözese Graz-Seckau. Seit 1987 gibt es einen einheitlichen Wahltermin für alle österreichischen Diözesen.

www.pfarrgemeinderat.at