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Göttweig, Zwettl und Altenburg heuer "trogerblau"

Von Göttweig über Zwettl bis Altenburg: Viele Stifte im Gebiet der Diözese St. Pölten zeigen sich heuer "trogerblau". Sie würdigen Barockmaler Paul Troger zu dessen 250. Todestag mit verschiedenen Ausstellungen. So etwa ist im Stift Göttweig die Sonderausstellung "Österreichs Glorie am Trogerhimmel. Die Göttweiger Kaiserstiege" zu sehen. "Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Trogerfreskos ist in einen weiteren Bereich der Göttweiger Haus- und Kunstgeschichte viel Licht gekommen ist", freut sich Abt Columban Luser über die bis 26. Oktober laufende Ausstellung.
Stift Göttweig hat zwar nur ein epochales Fresko - eben über seiner Kaiserstiege - zu bieten, "dafür überwölbt es im sprichwörtlichen Trogerblau das größte Treppenhaus Österreichs als sprechendes Zeugnis für den Kaiserstil der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts", heißt es in der Ausstellungsankündigung. Abt Columban ist überzeugt: Die Schau werde "im Konzert der diesjährigen Trogerausstellungen besondere Beachtung finden - schon aufgrund der Tatsache, dass es sich bei unserem Deckenfresko um das bedeutendste Werk Paul Trogers handelt".

Neben dem nahe Krems gelegenen Stift ehren unter anderen auch das Zisterzienserstift Zwettl und das Benediktinerstift Altenburg den Barockmaler. In Zwettl ist bis 31. Oktober die Schau "Paul Troger und Stift Zwettl" zu sehen. Altenburg schließt sich mit "Troger: Blau ist keine Kunst: Eine Spurensuche in der Bilderwelt von Stift Altenburg" von 1. Mai bis 26. Oktober dem "Trogerreigen" an.

Neben dem Göttweiger Deckenfresko, dem Altenburger Kuppelfresko in der Stiftskirche und dem Bibliothekssaal in Zwettl gestaltete Troger auch den Marmorsaal und die Bibliothek im Stift Melk, Marmorsaal und Hauptsaal der Stiftsbibliothek in Seitenstetten und das Refektorium im Stift Geras.

Paul Troger, 1698 in Südtirol geboren, schuf 1727/1728 als erstes Hauptwerk das Hochaltarbild und das Kuppelfresko der Salzburger Kajetanerkirche. Der größte Teil seiner Fresken ist vor allem in niederösterreichischen Klöstern zu finden. Als Trogers letztes großes Werk gilt das Deckenfresko im Brixener Dom, danach schuf er nur noch Staffeleibilder. Von 1754 bis 1757 war er auch Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien. Troger starb 1762 in Wien.

KAP

Ausstellung Stift Göttweig
Ausstellung Stift Zwettl
Besichtigung Stift Altenburg