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Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

„Gewaltig nahe – verletzte Intimität“

St. Pölten, 27.11.2012 (dsp) „Das Auseinandersetzen mit dem Themenfeld sexueller Gewalt ist Grundlage für verantwortetes Wirken in der Kinder- und Jugendpastoral“, sagt Ulrich Schilling, Leiter des Bereiches Kinder und Jugend. Darum lud diese Abteilung der Pastoralen Dienste seine hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Weiterbildung „Gewaltig nahe – verletzte Intimität“ nach St. Pölten ein.
Wie kommt es zu sexueller Gewalt? Welche Intervention ist bei konkretem Verdacht möglich? Wie reagiere ich richtig, wenn ich zur Vertrauensperson eines/einer Betroffenen werde? Zu diesen und weiteren Fragen nahm die Referentin, Frau Dr. Andrea Lehner-Hartmann vom Institut für Praktische Theologie/Religionspädagogik, Stellung und sensibilisierte die MitarbeiterInnen im Umgang mit sexueller Gewalt bzw. Missbrauch.

„Wir sollten uns selbst immer wieder die Frage stellen: Auf welcher Seite stehen wir? – Auf der Seite des Systems oder an der Seite Jesu und damit an der Seite der Hungrigen, Gefangenen oder mit Gewalt Konfrontierten?“, so Schilling. Die Bibelstelle Mt 25,40 mache es deutlich: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Hilfe für Opfer sexueller Gewalt in der Kirche biete die Diözesane Ombudsstelle, erläuterte Frau Dr. Gabriele Hintermeier, Leiterin der Ombudsstelle in der Diözese St. Pölten. Opfer finden dort AnsprechpartnerInnen bzw. juridischen Beistand.

(Sexuelle) Gewalt konfrontiert uns mit der Schattenseite des Menschseins. „Gewaltig nahe – verletzte Intimität“ bot eine Auseinandersetzung mit Hintergrund und Konsequenzen sexueller Gewalt, dem Handlungsspielraum und Auftrag in der Begegnung mit Opfern.