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„Das Wichtigste ist: Der Jugend zuhören!“

Unter dem Motto „Jugend geht ab“ befasst sich vom 12. bis 14. Jänner 2012 die Österreichische Pastoraltagung mit der Lebens- und Glaubenswelt von Jugendlichen. Eine Besonderheit der Tagung stellt der geplante "Marktplatz" dar, auf dem bewährte Modelle aus den verschiedenen Bereichen der Jugendpastoral präsentiert werden. Lucia Deinhofer, Bereichsleiterin Kinder und Jugend der Diözese St. Pölten, erwartet sich viel von dem Treffen: „Jung und Alt, Geistliche und Laien sollen miteinander ins Gespräch kommen und sich realistisch mit der Thematik Jugend und Kirche befassen. Wir dürfen nicht nur jammern, es gibt auch sehr viel Positives.“
Kirchliche Jugendarbeit möchte junge Menschen begleiten in das Geheimnis ihres Lebens, in die Gegenwart Gottes und sie ermuntern, sich auf diesen Weg zu machen, so Deinhofer. Entscheidend sei dabei, der Jugend zuzuhören und als Kirche jungen Menschen entgegenzukommen. Dafür wäre die Pastoraltagung eine ideale Plattform. Die kirchliche Jugendexpertin ist froh über den Leitgedanken, denn „'Jugend geht ab!' kann zweierlei heißen: entweder sie fehlt in unseren Pfarrgemeinden, oder Jugend ist voll und lebendig da.“

"Wie gehen wir auf die Jugend in unserer Pfarre zu?" ist die häufigste Frage, die Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, bei Gesprächen mit Pfarrgemeinderäten gestellt wird. Diese österreichweite Tagung werte er als „enorme Kraftanstrengung, alles, was uns in den Pfarren Sorge macht um die Jugend und gleichzeitig alle positive Beispiele und mutigen Versuche um die Jugend zusammenzutragen“. Winklmayr weiter: „Auch in unsere Diözese gibt es gute Ansätze in der Jugendarbeit. Sie müssen wohlwollend gesehen werden und dürfen nicht nur nach dem Kriterium der traditionellen Kirchenfrömmigkeit bemessen werden.“ Jugendliche müssten auf ihrem Weg der Gottsuche mutig und offen begleitet werden. „Junge Menschen schauen in toleranten Gesprächen auf glaubwürdige Identifikationspersonen und praktische Vorbilder fürs Leben. Ich hoffe, dass viel Kraft und neuer Mut in Salzburg wachsen können“, so Sepp Winklmayr.

"Jugend ist uns willkommen"

Aus der Diözese St. Pölten nehmen zahlreiche interessierte Verantwortliche teil. „Die Jugendarbeit - ehren- wie hauptamtlich - versucht beständig Fragen, Freuden, das Leben junger Menschen aufzugreifen und setzt sich damit intensiv auseinander“, sagt Karin Grössenbrunner von der Stabsstelle Personalentwicklung und Bildung, Bereich Kinder und Jugend der Diözese St. Pölten. Darin liege für sie auch die Chance der Pastoraltagung: „In reflektierenden Impulsen und Gesprächen einander in der Motivation zu bestärken, Erfahrungen auszutauschen, Perspektiven und Visionen für eine Kirche der/mit Zukunft weiter zu entwickeln.“ Es gehe darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, „dass wir die Botschaft weitergeben, die wir zutiefst in uns tragen - und mit dieser wurden auch wir beschenkt ohne sie zu machen!“ Das Motto "Jugend geht ab!" bedeute für Grössenbrunner vor allem, „dass sie da ist, aber in gewissen Zusammenhängen fehlt. Dafür geht an anderen Orten ihres Lebens die ‚Post ab‘“ Dabei stelle sich die Frage, wie die jungen Menschen leben, lebendig sind und wo "wir" stehen und unter Umständen auch warten. „Was wollen wir von und mit ihnen? Auf jeden Fall wollen wir sie ernst nehmen, denn sie sind uns willkommen!“

Außerdem leitet P. Josef Schachinger CSsR, Leiter des Jugendhauses Eggenburg, einen Workshop zum Thema „Jugendliche als Designer eines Kirchenraumes“.

Die jährliche Pastoraltagung mit Hunderten Fachleuten widmet sich stets in methodischer Vielfalt einem wichtigen pastoralen Thema. Das Österreichische Pastoralinstitut (ÖPI) als Veranstalter möchte mit Hilfe der von Fachleuten eingebrachten Grundsatzüberlegungen konkret umsetzbare pastorale Impulse geben. Zielgruppe sind kirchlich Engagierte im Seelsorge- und Bildungsbereich aus Österreich und den Nachbarländern; auch Bischöfe nehmen jedes Jahr an der Veranstaltung teil. Diesmal unter anderen Referatsbischof Alois Schwarz, Gastgeber Erzbischof Alois Kothgasser und „Jugendbischof“ Stefan Turnovszky.