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„Christus gibt allen Hoffnung – auch Euch hier in der Justizanstalt“

St. Pölten – Krems, 21.12.12 (dsp) Bischof Klaus Küng und Weihbischof Anton Leichtfried feierten mit den Insassen der Justizanstalten Stein und St. Pölten, mit dem Wachpersonal und Ehrengästen am 20. Dezember die traditionellen Weihnachtsgottesdienste in den Anstaltskapellen. Mit dem Bischof konzelebrierten Abt Columban Luser vom Stift Göttweig und Gefängnisseelsorger Leszek Urbanowicz, in St. Pölten assistierte Gefängnisseelsorger Prälat Josef Wansch dem Weihbischof. Die musikalische Gestaltung der Feier in der Justizanstalt St. Pölten übernahm der Chor der Pastoralen Dienste der Diözese unter der Leitung von Johann Simon Kreuzpointner.

„Weihnachten geschieht auch jetzt und heute“, betonte Bischof Küng bei der Weihnachtsmesse in Stein. Christus sei zwar vor 2000 Jahren geboren worden, aber er sei immer gegenwärtig, wenn er verkündet wird oder wenn Eucharistie gefeiert wird. „Ihr könnt nicht mit Eurer Familie feiern, aber auch der Einsame kann Weihnachten feiern“, so Bischof Küng, denn: „Gott ist mit uns – ob in der Wüste oder hier. Wir sind niemals allein!“ Alle Menschen hätten ihre Probleme und Schwierigkeiten, daher sandte Gott seinen Sohn in die Welt. Der Sinn von Weihnachten sei, dass wir erlöst werden und „das gibt Hoffnung für uns alle“. Es gelte, Gottes Sohn in unser Leben aufzunehmen, sodass wir Hoffnung haben. Das Geschehene könne man nicht ungeschehen machen, aber es sei wichtig, das Leben positiv verändern zu wollen.

Küng lud die Mitfeiernden ein, auf die Weihnachtskrippe zu schauen: „Maria hat Ja gesagt, genauso wie Josef und wie Jesus – nämlich zum Plan Gottes.“ Das gehöre zu Weihnachten: Das was Gott von uns erwartet anzunehmen. Bischof Küng: „ER spricht uns an. Gott erwartet nicht das Unmögliche, aber wir sollen das tun, was tun können.“

„Wir müssen Weihnachten nicht feiern – wir dürfen“

Mit Weihnachten seien viele Erwartungen verknüpft, das baue Druck auf, sagte Weihbischof Anton Leichtfried bei der Weihnachtsmesse mit den Insassen der Justizanstalt St. Pölten. „Alleine schaffen wir das nicht: zuerst den Weltuntergang und dann auch noch Weihnachten“, so Leichtfried scherzhaft. Entlastend sei jedoch, „dass wir Weihnachten nicht feiern müssen – sondern als Christen dürfenwir.“

Es solle nicht versucht werden, das Weihnachtsfest des Vorjahres zu „toppen“, betonte Leichtfried. Es gehe nicht um eine Selbstinszenierung, sondern darum, auf Jesus zu schauen und zu begreifen, „was Gott uns in ihm schenkt. Die Menschwerdung Gottes in dem Kind sei „real“ und „der Grund auf dem wir stehen“. Deswegen sei Weihnachten auch „nie alt und langweilig“, denn Jesus sei jedes Jahr „wieder neu für mich“, erklärte Leichtfried: „So wie er zu mir ist, das überrascht mich immer wieder.“