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19:00, Freitag, 27. Mai 2016
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Mai
28
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Caritas liegt „am Puls der Zeit“

Auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Brandstetter (Ecke Wenzel Kaska Straße/Brunngasse) in der Nähe des neuen St. Pöltner Bahnhofes, wurde eröffnete und segnete Diözesanbischof Klaus Küng am 25. Juni das neue Caritas Beratungszentrum des PsychoSozialen Dienstes. Früher waren dort eine Autowerkstätte, Wohnungen, Schauräume sowie eine Tankstelle angesiedelt. „Jetzt befindet sich hier ein Beratungszentrum für Menschen in psychischen Krisen und für Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie für die Berufliche Integration“, so Anna Durstberger, die Leiterin aller PsychoSozialen Einrichtungen der Caritas in der Diözese St. Pölten. Insgesamt werden in den Einrichtungen der Caritas in der Brunngasse und Wenzel Kaska Straße derzeit 1.400 Klienten von 57 MitarbeiterInnen in 1.131 Wochenstunden betreut.
Die Caritas liege „am Puls der Zeit“, sagte Bischof Küng, mit ihren Einrichtungen finde sie die „richtigen Antworten auf die Nöte der Menschen. Andererseits seien diese Caritas-Einrichtungen auch „ein Spiegel der Gesellschaft“: „Es macht nachdenklich, dass so viele Menschen Hilfe benötigen.“ Die zunehmende Überforderung von Menschen in Beruf und Leben sei auch eine „Anfrage“ an Gesellschaft, Kirche und Politik. „Therapie ist gut und wichtig, aber Prohylaxe ist besser“, betonte der studierte Mediziner Küng. Es gelte, unsere Lebensweise kritisch zu betrachten und im Lichte des Evangeliums zu überdenken.
Küng ging auch auf angebliche Privilegien der Kirche ein, die zurzeit von bestimmten Gruppen hinterfragt und kritisiert werden. In diesem Zusammenhang betonte der Bischof, dass „die Zusammenarbeit von öffentlichen Einrichtungen und der kirche von größter Bedeutung“ sei. Es sei „eine Frage des Hausverstandes“, dass alle Kräfte, denen das Wohl der Menschen ein Anliegen ist, zusammenhelfen.

Bürgermeister Matthias Stadler betonte die Bedeutung und Wichtigkeit dieses Beratungszentrum in der Innenstadt von St. Pölten in der Nähe des Bahnhofes. „Wir wissen, wie wichtig dieser zentrale Standort ist und diese Verstärkung des sozialen Netzes in der Stadt sehr zu schätzen", so Stadler. Karl Fakler, Leiter des Arbeitsmarktservice Niederösterreich lobte das besondere Engagement und die langjährige Erfahrung der Spezialisten und Fachleute der Caritas St. Pölten: „Wir sind froh, dass es diese Beratungseinrichtung gibt, damit Menschen mit psychischen Problemen wieder den Weg zurück in die Arbeitswelt finden können". Manfred Rötzer, Leiter des Bundessozialamt Landesstelle Niederösterreich bestätigte die Wichtigkeit des breiten Angebotes der Beruflichen Integration der Caritas St. Pölten.

„Hier sind Menschen am Werk, die mit allerhöchstem Engagement arbeiten und ihre Arbeit als Lebensaufgabe betrachten", betonte Landesrätin Barbara Schwarz. „Das ist umso wichtiger, da in der Gesellschaft gegenüber psychisch kranken Menschen leider immer noch wenig Toleranz besteht. Psychisch krank zu sein ist nach wie vor ein Stigma. Die Caritas bietet hier für Betroffene die Möglichkeit, neue Wege und Perspektiven zu sehen."
„Durch Informationsarbeit, positive Beispiele und Involvierung versuchen wir, die Stigmatisierung weiter abzubauen“, so Caritasdirektor Friedrich Schuhböck abschließend. „Wir arbeiten im Namen des Herrn für seine marginalisierten Schwestern und Brüder.“

In neuem Kleid nach der Renovierung präsentieren sich nun auch die Verkaufs- und Arbeitsräume in der BBO – Beschäftigung und Berufsorientierung für Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Wenzel Kaska Straße. Hier bietet die Caritas gemeinsam mit dem Bundessozialamt, dem Arbeitsmarktservice und dem Land Niederösterreich Arbeitstraining für Menschen mit psychischen Erkrankungen an.

Verkaufsladen VIP (Verkauf, Information, Produkte)
Ebenfalls in der Brunngasse 23 befindet sich der neue Caritas Verkaufsladen VIP. Hier startet erstmals zentral der Verkauf von Produkten der 17 Caritas Werkstätten in der Diözese St. Pölten. Ein „Infopoint“ bietet zusätzlich Informationen über alle Einrichtungen der Caritas der Diözese St. Pölten. Geöffnet ist der Verkaufsladen ab Juli, jeweils Dienstag, 9 bis 12:00 Uhr und Donnerstag 9 bis15 Uhr. Im Herbst werden die Öffnungszeiten erweitert.

actionFabrik – wo soziales Engagement und Spaß zu Hause sind
Die youngCaritas startet in der Brunngasse 23 die „actionFabrik“ für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie dient als Anlaufstelle für sozial interessierte junge Menschen und bietet Platz, um innovative Projekte für Menschen in Not und gegen soziale Ungerechtigkeiten zu planen und zu realisieren. Vorträge der youngCaritas, Workshops zu sozialen Themen, Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen, Begegnungen werden hier stattfinden. Darüber hinaus dient die actionFabrik als Infopoint zum Er- und Ausarbeiten von Referaten und Seminararbeiten über die Caritas oder soziale Themen mit Arbeitsplatz, PC und einer kleinen Bibliothek.

Spatenstich für Ausbau des Hauses St. Elisabeth

Mit dem Spatenstich startete bereits am Freitag der Ausbau des Caritas Pensionisten- und Pflegeheimes Haus St. Elisabeth in St. Pölten-Wagram. Errichtet wird eine vierte Pflegestation mit 29 Betten. Ab 2014 wird das Haus St. Elisabeth ausschließlich als Pflegeheim mit insgesamt 131 Betten geführt. Der Wohnbereich wird zugunsten der Pflege aufgelassen. „Wesentlich erweitert wird auch der Bereich der Übergangspflege von derzeit vier auf zwölf Betten“, sagte Heimleiterin Daniela Kaufmann.

Angeboten werden im Caritas Haus St. Elisabeth neben Kurz- und Langzeitpflege auch Mittagessen für Gäste außerhalb des Hauses. „Das nehmen ältere Menschen aus der näheren Umgebung gerne an und es ist ein Beitrag für ein gutes gesellschaftliches Miteinander im Stadtteil Wagram“, betonte Kaufmann.

Soziallandesrätin Barbara Schwarz, Vizebürgermeister Franz Gunacker, Bezirkshauptmann Josef Kronister und Generalvikar Eduard Gruber nahmen mit Caritasdirektor Friedrich Schuhböck und Heimleiterin Daniela Kaufmann den Spatenstich für den Um- und Ausbau vor. Die Caritas investiert in die Erweiterung des Pflegeheimes mit Unterstützung des Landes NÖ mehr als sechs Millionen Euro.

Foto 1 (Caritas): Renate Grasl (Leitung Caritas BBO), Bürgermeister Matthias Stadler, Caritasdirektor Friedrich Schuhböck, Landesrätin Barbara Schwarz, Bischof Klaus Küng, Karl Fakler (Leiter des Arbeitsmarktservice NÖ), Anna Durstberger (Caritas Bereichsleiterin), Vizebürgermeister Matthias Adl, Manfred Rötzer (Leiter des Bundessozialamt Landesstelle NÖ)

Foto 5 (Caritas): Heimleiterin Daniela Kaufmann, Stadträtin Ulrike Nesslinger, Leopold Wimmer (Caritas), Generalvikar Eduard Gruber, Vizebürgermeister Franz Gunacker, Soziallandesrätin Barbara Schwarz, Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Bezirkshauptmann Josef Kronister