P. Clemens Hainzl OSB und Ministranten mit Adventkranz
Krippenausstellung im Diözesanmuseum
Adventmarkt
 
 

Bischof Küng diskutierte mit Vertretern kirchlicher Jugendarbeit

Wo nehmen wir Jugendliche wahr? Was braucht es in der Jugendpastoral? Was ist unser Herzensanliegen in der Jugendarbeit? Darüber sprachen JugendvertreterInnen, Priester, Ordensleute und PastoralassistentInnen mit Diözesanbischof Klaus Küng in Göttweig sowie in Ybbs/Donau. Die TeilnehmerInnen gaben an, dass sie zumeist von ihren Familien und von Kaplänen in der Jugendzeit geprägt wurden. Daher sei es auch eine zentrale kirchliche Aufgabe, junge Menschen zu unterstützen und in ihrem Glauben zu stärken.
Bischof Küng appellierte an alle Katholiken, die Zugang zu Jugendlichen haben, diese konkret anzusprechen. Es beginne schon viel zu wachsen, wenn sich junge Menschen als Apostel sehen und ihre Begeisterung weitertragen. Christen sollten Bekannte und Freunde auch öfters zu kirchlichen Veranstaltungen mitnehmen. Küng ist sich sicher: „Es ist viel mehr Potenzial da, als oft geglaubt wird.“

„Es ist schon viel da“, waren sich die Anwesenden einig, das Rad müsse nicht ständig neu erfunden werden. Wichtig sei, dass es Vernetzung gebe, damit Jugendliche von Gebetskreisen, Orientierungstagen oder Jugendgottesdiensten in ihrer Region erfahren. In Ybbs wurde zum Beispiel auf die Jugendvespern im Stift Seitenstetten, auf die Taizé-Gebete in St. Valentin und Euratsfeld oder auf die Jugendmessen in Persenbeug verwiesen – dort findet übrigens am 24. März der diözesane Weltjugendtag 2012 statt. In Göttweig wurde spontan eine Reise nach Taizé vereinbart. Ein wichtiger Tipp war auch, mit Vereinen und Jugendorganisationen Kontakt zu knüpfen und das Gemeinsame zu stärken.

Lucia Deinhofer, Bereichsleiterin für Kinder und Jugend der Diözese St. Pölten, erinnert an die Unterstützung durch die Diözese: „Wir beraten gerne die Dekanate und Pfarren und es ist uns ein Anliegen, dass personelle Ressourcen über das ganze Gebiet gerecht verteilt werden.“ Dafür brauche es einen ständigen Informationsaustausch. Deinhofer hebt auch die Bedeutung diözesaner Jugendhäuser hervor, wo sich junge Christen einer Region treffen bzw. kennenlernen können. Eigene Räumlichkeiten für Jugendliche war an den beiden Abenden immer wieder ein wichtiges Anliegen.

Veranstalter der beiden Gesprächsabende waren neben Bischof Küng und Bereichsleiterin Deinhofer Bischofsvikar Gerhard Reitzinger und Diözesanjugendseelsorger Herbert Reisinger.

Foto: Treffen im Ybbser Pfarrhof; vor den TeilnehmerInnen sind deren Wünsche und Anliegen für die Jugendpastoral ausgebreitet.