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„Bildungszentrum St. Benedikt aus Mostviertel nicht mehr wegzudenken“

Seitenstetten, 22.10.12 (dsp) „Das Bildungszentrum St. Benedikt in Seitenstetten wurde zur geistlichen Oase. Es ist aus dem Mostviertel nicht mehr wegzudenken“, so der Seitenstettner Abt Berthold Heigl. Er dankte der Diözese St. Pölten für die „hervorragende Kooperation“. Bei einem Festakt wurden die Leistungen des Ehepaars Veronika und Erich Ortner gewürdigt, die die diözesane Einrichtung aufgebaut und jahrelang geleitet haben. Vor Kurzem übergaben sie die Führung an Lucia und Johannes Deinhofer. Abt Heigl, Generalvikar Eduard Gruber, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste, Anna Rosenberger, Vorsitzende der diözesanen Katholischen Frauenbewegung, Dechant Johann Zarl, zahlreiche Lokalpolitiker und viele Freunde von St. Benedikt nahmen an der Feier teil.
Es sei ein „historischer Tag für das Mostviertel“ gewesen, als der damalige Diözesanbischof Kurt Krenn bei der Eröffnung im Jahr 1992 rief: „Machts was draus.“ St. Benedikt sei ein Ort, wo „geistliche Tiefenbohrungen“ geschehen. Die Institution sei tief in der Region verankert und nehme auch die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung wahr, etwa mit Seminaren zu Hofübergaben. Veronika und Erich Ortner seien die „richtigen Leute gewesen, um Visionen in die Praxis zu übertragen“. Winklmayr verwies auch auf die vielen Künstler, die das Bildungszentrum einband sowie auf die Ausstellungen, die zum Mittun anregen. Als Beispiel für den Erfolg nannte der Direktor der Pastoralen Dienste die Steigerung der Nächtigungen, die jährlich um 500 zunehmen. Winklmayr zum Geist des Hauses: „Das Bildungshaus St. Benedikt ist ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils.“

Bildungshäuser sind Frucht des Konzils

Die Festrede hielt Wilhelm Achleitner, Leiter des Bildungshauses Schloss Puchberg in Wels. Achleitner betonte: „Die Erwachsenenbildungseinrichtungen, die Katholischen Bildungswerke, vor allem aber die Bildungshäuser sind in ihrer jetzigen Gestalt Frucht des Konzils und haben den Geist des Konzils unermüdlich weitergetragen.“ Die Bildungshäuser seien nahe bei den Menschen und nehmen Kurse wahr, „weil sie bei uns den Duft des Evangeliums, die geistvolle Lebendigkeit von christlicher Gemeinschaft wahrnehmen. Die Menschen kommen weiters, weil sie bei uns Schnittstellen zwischen dem Jesus-Weg und ihrem Leben finden können.“ Achleitner: Die Besucherzahlen von St. Benedikt beweisen, dass das Haus ein gutes Gespür für die aktuellen Notwendigkeiten hat.“

Mehrwert von Bildungshäusern

Achleitner verwies auch auf den Mehrwert der Bildungshäuser: „Wir offerieren 'Lebensmittel', Nahrung für Seele, Geist und Körper.“ Die Menschen würden oft ein Minus in ihrem Leben, einen Mangel an Wissen, an Lösungen für Probleme, an Antworten, an Fähigkeiten spüren. Die Kursbesucher bekämen zudem etwas, womit sie nicht rechnen könnten, worauf sie meist gar nicht vorbereitet sind: Sie würden Gemeinschaft und Verbundenheit im gemeinsamen Anliegen erfahren, tiefere Gespräche führen und Freunde finden.. Um ein Bildungshaus wie St. Benedikt entstehe eine Gemeinde, eine informelle, freie Gemeinschaft von Menschen, die mehr wollen als nur auf die einfachen Lebensreflexe zu reagieren: „Ich sage: Wir lassen Liebe und Solidarität entstehen.“

Wichtiger bildungspolitischer Mosaikstein im Mostviertel

Michaela Hinterholzer, Landtagsabgeordnete und Mitglied im Freundeskreis des Bildungszentrums St. Benedikt, nannte das Haus einen „wichtigen bildungspolitischen Mosaikstein für das Mostviertel“. Hier würden gesellschaftspolitische und Glaubensthemen „sehr tiefgründig behandelt“. Der Seitenstettner Bürgermeister Franz Deinhofer sieht eine „vielfältige und wunderbare Zusammenarbeit“ zwischen dem Ort und St. Benedikt. Er zeigte sich überzeugt, dass die Tausenden Kursteilnehmer bei ihren Besuchen „auch einen guten Eindruck von Seitenstetten mitnehmen“.

Seitenstettner Ehrenring an Erich Ortner

Beim Festakt erhielt Erich Ortner den Ehrenring der Marktgemeinde Seitenstetten. Ein weiteres Geschenk für die Ortners war ein Fenster, das die Öffnung der Kirche durch das Zweite Vatikanische Konzil symbolisierte. Das war dem Paar immer ein Anliegen.

Jährlich Tausende Kursteilnehmer

Jährlich gibt es im Bildungshaus rund 11.000 Kursteilnehmer, 5000 Nächtigungen, rund 500 Veranstaltungen und über 200 Gastkurse. Themenschwerpunkte sind die Bereiche Spiritualität, Lebensbegleitung, Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität und Kultur.

Bildungshaus St. Benedikt

Foto 1: Die neuen Bildungshaus-Leiter Johannes und Lucia Deinhofer, Generalvikar Eduard Gruber, Veronika Ortner, Erich Ortner, Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste, Abt Berthold Heigl.
Foto 2: Josef Penzendorfer, Edith Habsburg-Lothringen (Freundeskreis), Johannes Deinhofer (neuer Leiter), Prior P. Michael Prinz, Lucia Deinhofer (neue Leiterin), Peter Haberfehlner (Freundeskreis), Veronika Ortner, Referent Wilhelm Achleitner, Erich Ortner, Abt Berthold Heigl, LAbg. Michaela Hinterholzer, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Bürgermeister Franz Deinhofer, Generalvikar Eduard Gruber, Sepp Winklmayr, Leiter der Pastoralen Dienste, Vizebürgermeister Otto Sagmeister.
Foto 3: Erich Ortner und Abt Berthold Heigl übergeben Johannes und Lucia Deinhofer ein Einstandsgeschenk.
Foto 4: Das Bildungshaus St. Benedikt - fest verankert im Mostviertel.