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Austritte stark zurückgegangen – ehrenamtliches Engagement steigt

Nach dem Höhepunkt der Austrittswelle im Jahr 2010 ist die Zahl der Kirchenaustritte 2011 wieder deutlich zurückgegangen. Das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle hatte 2010 in der Diözese St. Pölten zu 7.813 Austritten geführt, im Jahr 2011 sind 4.969 Personen aus der katholischen Kirche ausgetreten, was einem Rückgang von 36,5% entspricht. Dennoch sind die Kirchenaustritte gegenüber den Jahren davor immer noch auf einem relativ hohen Niveau. Die Gesamtzahl der Katholiken, die ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten haben, beträgt nun 528.549 Personen; das sind um ca. 0,7% weniger als vor einem Jahr.
35 Personen haben den Austritt innerhalb von drei Monaten widerrufen. 260 Menschen sind 2011 wieder in die Gemeinschaft der Kirche eingetreten, das entspricht ungefähr der Zahl vom Vorjahr. Vielen Menschen sind die Dienste der Kirche, wie sie in den Pfarren angeboten werden, zu einem Halt im Leben und zu einer Begleitung in Freud und Leid geworden. Dazu zählen die freudigen Ereignisse wie Geburt, Taufe und Hochzeit ebenso wie der Trost in bedrückenden Stunden, in schwerer Krankheit, die sensible Begleitung der Hospizdienste vor dem Tod oder das Abschiednehmen am Grab. Ein weiterer wesentlicher Grund für den Wiedereintritt ist die meist positive und offene Atmosphäre in den 423 Pfarren der Diözese.

Wie das Jahr des Ehrenamtes 2011 gezeigt hat, ist die Zahl der freiwillig engagierten Christen im Steigen. Mehr als 58.300 Personen sind in den Pfarren und Einrichtungen der Diözese mit durchschnittlich zweieinhalb Wochenstunden ehrenamtlich tätig. Das Verhältnis von ehrenamtlich und hauptamtlich geleisteter Arbeit in der Kirche beträgt dabei 85 zu 15 Prozent. Auch im Jahr 2012 steht das ehrenamtliche Engagement bei den Pfarrgemeinderatswahlen am 18. März im Mittelpunkt: Über 8.000 Pfarrgemeinderäte und knapp 2.500 Pfarrkirchenräte werden für eine Funktionsperiode von 5 Jahren ihr Amt antreten.

Katholikenzahlen aus ganz Österreich