Sportlermesse mit Fußball-Segnung
Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Auch mal dem Pfarrer sagen: "Gut, dass es Dich gibt!"

„Am ‚Weltgebetstag für geistliche Berufungen‘ beten wir um Menschen mit Tiefgang, mit Gottverbundenheit, die Jesus nachfolgen. Solche Menschen brauchen wir so dringend“, betonte St. Pöltens Weihbischof Anton Leichtfried am Sonntag in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl, die von ORF und ZDF live übertragen wurde. Das österreichische Motto des „Weltgebetstages für geistliche Berufe“ lautet in diesem Jahr: „Gut, dass es Dich gib!“
Der Weihbischof und Regens des St. Pöltner Priesterseminars rief dazu auf, Mitmenschen dies auch öfters mitzuteilen – und gerade in dieser Woche auch Priestern, Ordensleuten, Pastoralassistenten oder Religionspädagogen. Leichtfried weiter: „Als Christen sind wir überzeugt, dass wir unser Leben nicht nur unseren biologischen Eltern verdanken. Gott will, dass ich lebe. Deswegen gibt es mich. Und Gott sagt zu mir: ‚Es ist gut, dass es Dich gibt!‘“ Biblisch gesprochen bedeute das: „Wir heißen Kinder Gottes und sind es. Ich bin geliebte Tochter, geliebter Sohn Gottes.“ Einen höheren Status könne es auf Erden und auch im Himmel nicht geben, so Weihbischof Leichtfried.

Kurz vor dem Gottesdienst zogen zahlreiche Wallfahrer unter Führung von Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, der für die Berufungspastoral der Diözese St. Pölten zuständig ist, in die Basilika ein. Diese Wallfahrt am „Welttag für geistliche Berufungen“ nach Maria Taferl hat seit Jahren Tradition. Weihbischof Leichtfried begrüßte sie und verwies auf den wichtigen Gemeinschaftsgedanken: „Eine Wallfahrt macht man nie für sich allein und hat immer ein Anliegen.“ Johann Simon Kreuzpointner vom Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten war für die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe verantwortlich.

Maria Taferl – bedeutender Wallfahrtsort

Die Gemeinde Maria Taferl im Nibelungengau ist der bedeutendste Wallfahrtsort Niederösterreichs. 2010 wurden zwei Jubiläen gefeiert: 350 Jahre Grundsteinlegung sowie 300 Jahre Fertigstellung des Kirchenbaus. Pfarrpatronin ist die Schmerzhafte Mutter Gottes. Die barocke Pfarr- und Wallfahrtskirche wurde von 1660 bis 1710 gebaut, zunächst vom kaiserlichen Architekten Georg Gerstenbrandt und dem Italiener Carlo Lurago, später vom berühmten Barockbaumeister Jakob Prandtauer, der die Kuppel gestaltete. Den 1947 zur Basilika Minor erhobenen Sakralbau zeichnet der großzügige Einsatz von Blattgold ebenso aus wie die Fresken an der Kirchendecke mit Fresken. Den Hochaltar stattete der Bamberger Rokokobildhauer Joseph Matthias Götz ab 1732 mit einer Pieta als Gnadenbild aus.

Der Orden der „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“ betreut seit 1969 die Wallfahrtskirche und die Pfarre Maria Taferl.

Bild 1: Weihbischof Anton Leichtfried und seine Messdiener.
Bild 2: Zahlreiche Gottesdienst feierten in der Basilika mit, die vor rund 300 Jahren fertiggestellt wurde.
Bild 3: Weihbischof Anton Leichtfried zelebrierte den Festgottesdienst am "Weltgebetstag für geistliche Berufe.
Bild 4: Unter der Leitung von Bischofsvikar Gerhard Reitzinger marschierte eine Gruppe von Marbach an der Donau nach Maria Taferl.
Bild 5: Die Wallfahrer vor dem Ötscherberg. Bild 5: