P. Clemens Hainzl OSB und Ministranten mit Adventkranz
Krippenausstellung im Diözesanmuseum
Adventmarkt
 
 

30 Jahre Emmaus-Gemeinschaft: Tausenden Menschen geholfen

Weitere wichtige Erweiterung in der Zentrale der Emmaus-Gemeinschaft in St. Pölten zum 30-Jahr-Jubiläum: Im Haus in der St. Pöltner Herzogenburgerstraße wurde die neue Wohngruppe des Männerwohnheims von Pfarrer Karl Höller gesegnet, der die kirchliche Einrichtung seit nunmehr drei Jahrzehnten begleitet. Höller: „Viele Männer bekamen hier die Chance und Energie, wieder Boden unter den Füßen zu erhalten. In dem Haus würden nicht nur die Grundbedürfnisse für Menschen, die aus dem Gefängnis kommen oder wohnungslos sind, gedeckt. Hier könne man auch ein gutes Klima des Miteinanders spüren.
Karl Rottenschlager, legendärer Emmaus-Gründer und Geschäftsführer, verwies beim gleichzeitigen Hoffest vor Hunderten Besuchern – darunter St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler - auf beeindruckende Zahlen. Mittlerweile sind über 930 Gäste aus 60 Nationen durch die Wohngemeinschaft in der Herzogenburgerstrßae durchgegangen: egal welcher Hautfarbe oder Religion. 1982 wurde das sanierungsbedürftige Haus angekauft und Rottenschlager begann, das Haus mit Haftentlassenen und Obdachlosen bewohnbar zu machen. Insgesamt vertrauten sich über 5000 Menschen der kirchlich inspirierten Gemeinschaft an. Die geistliche und materielle Gütergemeinschaft ist die Grundlage für die Arbeit von Emmaus St. Pölten.

Tausende Förderer

Zu Emmaus gehören heute mehrere Betriebe und sieben Wohnprojekte für Männer, Frauen und Jugendliche. Im 30. Jahr des Bestehens zählt die Emmaus-Gemeinschaft insgesamt über 140 Mitarbeiter, außerdem engagieren sich über Hundert Menschen ehrenamtlich für diese Organisation. Rottenschlager betonte auch den großen, 5.600 Personen umfassenden Förderkreis, der materiell hilft. Zusätzlich erhalten die Emmaus-Gemeinschaft Nahrungsmittel etwa von Handelsketten.

Neubeginn für viele

Für viele ist Emmaus lebensrettend gewesen. Für die Mehrzahl hat die Gebets-, Lebens- und Arbeitsgemeinschaft eine Neuorientierung oder einen Neubeginn gebracht. Die Zielgruppe jener, die bei Emmaus St. Pölten Zuflucht finden, ist heute längst nicht mehr nur auf Haftentlassene beschränkt. Obdachlose Männer, Frauen und Jugendliche, minderjährige Flüchtlinge, psychisch labile - am Arbeitsmarkt schwer vermittelbare - Personen, die lange an den Rand der Gesellschaft gedrängt gelebt haben etc. Auch Emmaus Lilienfeld, Emmaus Innsbruck und SAMNÖ (Sozialer Arbeitsmarkt NÖ Beschäftigungsges.m.b.H.) mit dem ersten St. Pöltner Sozialmarkt „SOMA“ sind auf diesem Humus gewachsen.

Besonders wichtig für eine erfolgreiche Integration der „Gäste in die Gesellschaft sind Wohnung und Arbeitsplatz“. Derzeit bietet die Emmaus-Gemeinschaft St. Pölten 34 Stellen für Transitarbeiter und 37 Arbeitstherapie-Plätze. 12 schwer vermittelbare Jugendliche erhalten im Rahmen des Projektes WorkOut Orientierungstraining für ihre Lebens- und Berufswelt, 16 minderjährige Flüchtlinge nehmen die Möglichkeit einer Integrations-, Voll-, oder Teilbetreuung in Anspruch. Dazu kommen die Nachbetreuung ehemaliger Gäste durch Sozialarbeiterinnen und die Punktbetreuung weiterer Personen, die außerhalb von Emmaus wohnen.

Spendenkonto:
Sparkasse NÖ Mitte-West, BLZ 20256, Kontonr. 38 570, IBAN: AT84 20256 000000 38570, BIC SPSPAT21

Bild: Emmaus-Gründer und -Geschäftsführer Karl Rottenschlager, Emmaus-Referatsleiterin Wohnheim Christa Hausmann, Geschäftsführer-Stellvertreter Peter Hirsch, Pfarrer Karl Höller.