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140 Teilnehmer bei Priesterstudientagung der Diözese

140 Teilnehmer der Priesterstudientagung – darunter auch Diakone und Pastoralassistenten – beschäftigen sich drei Tage lang mit den „Porta Fidei – Tore und Wege des Glaubens“ im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. Weihbischof Anton eröffnete die jährliche Zusammenkunft mit dem Verweis auf das „Jahr des Glaubens“, das von Papst Benedikt XVI. ausgerufen worden ist und am 11. Oktober beginnt. Die Veranstaltung geht dabei der Frage nach, was heute Hindernisse und Chancen des Glaubens sind.
Referent des ersten Tages war Prof. Kurt Appel, Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Wien, der zum Thema „Zwischen Fundamentalismus, Trivialisierung und neuen Atheismen“ sprach. Appel, der aus Tulln stammt, unterschied dabei den technizistischen Atheismus eines Richard Dawkins und den Atheismus, der in der Theodizee-Frage begründet ist. Letzterer sei eine wichtige Anfrage an das Christentum und wird auch als „Fels des Atheismus“ bezeichnet.

Laut Appel sei die Theodizee-Frage nicht theoretisch lösbar. Über Gott könne man in der Theologie nicht wie über ein Objekt reden, die Theologie könne auch nicht Gottesbilder konzipieren, sondern bestenfalls bestehende Gottesbilder diskutieren. Er warnte davor, Gott gleichsam als Platzhalter zu benützen, mit dem man alle Fragen lösen könne. Der lebendige Gott bleibe immer auch der „befremdliche“ Gott und der „unverfügbare“ Gott. Hinweis auf diese Unverfügbarkeit Gottes sei das Tetragramm, die vier Konsonanten „JHWH“, die in der hebräischen Bibel für die Gottesnamen stehen, und die nicht ausgesprochen werden. Die Unaussprechlichkeit des Gottesnamens verdeutliche, dass der Name nicht ein verfügbares Objekt bezeichnet.

Glaube habe nicht die Aufgabe, den Gottesnamen verfügbar zu machen, Gott auf praktische Handhabbarkeit zu reduzieren, ihn zur Selbstversicherung zu missbrauchen. Vielmehr sollte der Glaube heute das Mysterium des Gottesnamens neu zur Sprache bringen, die Transzendenz des Gottesnamens mitten im Leben erfahrbar machen. Das könne besonders in Grenzsituationen des Lebens, etwa in der Begegnung mit Sterbenden, aber auch im Umgang mit Ausgegrenzten geschehen.