Fronleichnamsprozession
Fest der Familie
Lange Nacht der Kirchen
 
 

Stellungnahme in den "Bezirksblättern" zu Eisgarn und Prälat Küchl

In der lokalen Presse im Waldviertel wurde durch einen Artikel der Eindruck erweckt, der emeritierte Propst Küchl könne nicht in sein Haus zurückkehren und sei an Feiern der hl. Messe gehindert.
Diese Darstellung gibt die Sachlage nicht korrekt wieder.

Zunächst ist die Situation von Prälat Küchl das Ergebnis von kirchenrechtlichen Prozessen, die für die Kirche schmerzhaft waren, aber zur Herstellung der Ordnung in der Diözese notwendig gewesen sind. Die Ergebnisse dieser Verfahren wurden in allen Instanzen, stellenweise sogar vom Heiligen Vater selbst bestätigt. Auch bei kirchlichen Prozessen sind die Beteiligten zu schützen, daher werde ich über Details nicht sprechen.

Im Zuge eines dieser Prozesse zeigte sich die Notwendigkeit, die Propstei Eisgarn aufzuheben, nachdem sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen konnte. Da aber die damaligen Kanoniker (einer unter ihnen der emeritierte Propst) dies unbedingt vermeiden wollten und ich die Chance einer echten Befriedung sah, handelten wir (die Kanoniker und ich) eine Vereinbarung aus, die unter bestimmten Bedingungen eine Weiterführung der Propstei ermöglichte. Diese Bedingungen waren: Prälat Küchl konnte nicht mehr die Aufgabe des Propstes wahrnehmen, außerdem sollte er sich zumindest einige Jahre, abgesehen von den Statuten gemäß festgelegten Versammlungen der Kanoniker, nicht in der Region aufhalten. Das Ziel dieser letztgenannten Bestimmung war die Beruhigung der Lage in der Region und die Erleichterung der Aufgabe für den Nachfolger. Es war vorgesehen, dass Prälat Küchl in einer anderen Region der Diözese St. Pölten oder in einer anderen Diözese priesterliche Aufgaben wahrnehmen konnte.

Leider wurde an dieser Stelle die bereits unterschriebene Vereinbarung aufgelöst und das Gespräch abgebrochen. Ich bedaure, dass seither keine weiteren Gespräche mit Prälat Küchl stattgefunden haben. Ich wäre jederzeit zu einem solchen Gespräch bereit. Und wann immer Gläubige aus Eisgarn und Umgebung bei bestimmten Anlässen die Anwesenheit des Prälates wünschten, habe ich das praktisch in allen Fällen sofort erlaubt.