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Pfarre Arbesbach erhält Umweltpreis 2011 der Diözese St. Pölten

Der Umweltpreis 2011 der Diözese St. Pölten für schöpfungsfreundliche Pfarrfeste geht an die Pfarre Arbesbach. Bei einem Festakt der Katholischen Aktion (KA) der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt überreichten Bischof Klaus Küng, Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf und KA-Präsident Armin Haiderer die Geld- und Sachpreise. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Pfarren Waidhofen/Ybbs und Ollersbach.
Bischof Küng zeigte sich sowohl über die Initiatve des Umweltpreises erfreut als auch über das „tolle Engagement der vielen Menschen in der Pfarren für die Schöpfung“. Aus Sicht des St. Pöltner Bischofs bedeute schöpfungsfreundlich zu feiern und zu leben, dass man Verantwortung gegenüber der Natur und den Mitmenschen übernehme. Er hoffe, dass dieser Umweltpreis Früchte trägt. Es komme auf den Einzelnen an, jeder könne bewusste Akzente setzen. Schöpfungsfreundlich zu leben, sei jedenfalls auch eine Frage der Nächstenliebe und sei der Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen geschuldet.

Gewinner ist die Schöpfung

Landesrat Pernkopf betonte ebenfalls die Notwendigkeit im Sinne der nächsten Generationen nachhaltig zu agieren. Er wisse aus eigener Erfahrung: Umso einfacher Feste gestaltet werden, umso erfolgreicher sind sie oft. Es sei gar nicht so leicht, umweltfreundliche Veranstaltungen zu organisieren, weil es etwa für Biofleisch oder für das Geschirr einer gewissen Logistik bedürfe. Die Menschen sollten nicht nur auf die Ergebnisse von Weltklimakonferenzen wie jener in Durban warten: „An jedem Einzelnen von uns liegt es, die Schöpfung zu bewahren – an unserem Denken, Handeln und Leben. Daher appelliere ich auch, den Umweltgedanken weiterzutragen, auch wenn dies oft schwierig ist.“ Trotz aller Rückschläge gebe es viele positive Beispiele wie etwa die zunehmende Mülltrennung. Der Umweltlandesrat, der auch die Einbindung der Jugend bei den Pfarrfesten würdigte, resümierte: „Gewinner dieses diözesanen Umweltpreises ist die Schöpfung!“

KA-Präsident Haiderer sagte, heuer sei die Entscheidung besonders schwer gefallen, wer Sieger wird, denn: „Einerseits gab es heuer mit 21 Pfarren doppelt so viele Teilnehmer wie beim ersten Mal, andererseits ist die Qualität der Pfarrfeste noch gestiegen.“ Aufgrund dieses Erfolges gibt es auch im nächsten Jahr wieder den Umweltpreis – dieser wird auch schon in anderen Diözesen überlegt. Er hoffe, dass der Gedanke der Schöpfungsverantwortung weiter in den Pfarren forciert werde und mahnt: „Wer sich als Christ nicht um die Schöpfung kümmert, der handelt gegen die Bibel. Was uns die Heilige Schrift oder die Kirchenväter lehren, dürfen wir nicht ignorieren oder als Randthema abschieben.“

Umweltpreis soll Bewusstsein stärken

In vielen Pfarren wird schon seit Jahren auf Müllreduzierung gesetzt sowie auf regionalen Einkauf und Mehrweggeschirr geachtet. Mit dem Umweltpreis will die Katholische Aktion dieses Bewusstsein stärken und den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung stärker in den Vordergrund rücken. KA-Präsident Haiderer: „Eine Pfarre hat uns zum Beispiel mitgeteilt, dass sie jetzt nur mehr ein Zehntel Abfall produziert.“ Ein weiteres Kriterium sind die Lebensmittel: Wurden sie regional beschafft? Sind sie bio? Wie sieht es mit dem Prinzip des fairen Handels aus? Entscheidend für die Beurteilung ist der Gesamteindruck – so etwa, ob beim Gottesdienst auf die Umweltthematik eingegangen wurde oder ob es Workshops beim Pfarrfest gibt. So wolle die Diözese sensibilisieren, damit der Gedanke der Nachhaltigkeit auch in den Alltag einfließt.

Das besondere Anliegen des schöpfungsfreundlichen Pfarrheurigens 2011 in Arbesbach war die Unterstützung des Einkaufs im Ort, um die Infrastruktur weiterhin zu stärken und die eigenen Handlungsmöglichkeiten bewusst zu machen. Beim Fest wurden regionale, biologische und fair gehandelte Getränke und Speise verkauft, teilweise wurden sie aus den zahlreichen Hausgärten gespendet. Es gab weiters einen „Umweltquiz für kleine und große Umweltschützer“, bei dem zahlreiche Preise von regionalen Anbietern auf die Sieger warteten. Schon in der Vorbereitung – durch einen speziellen Gottesdienst und durch Bewerbung in den Medien - „wurde der Geist und die Begeisterung für die Schöpfungsverantwortung spürbar verbreitet“.

Die Vertreter der 21 Pfarren gaben Tipps für die Gestaltung ihrer schöpfungsfreundlichen Pfarrfeste: Die einen brachten mit Kasperltheater schon den Kindern nahe, wie wichtig die Umwelt für die Menschen ist. Andere berichteten von ihren Impulsen zum Thema in den Gottesdiensten. Wieder andere motivierten zum Mitmachen bei der Tombola durch einen speziellen Gutschein: etwa eine Einladung mit dem Pfarrer zum nächsten Bio-Heurigen. Alle Pfarrmitarbeiter hoffen auf den Muliplikatoreneffekt: „Schaut´s, die machen es biologisch, denen in den Pfarren ist es nicht egal, wie es mit der Umwelt weitergeht.“

Unterstützt wurde der Umweltpreis von: Initiative "So schmeckt NÖ"; Bio Austria NÖ und Wien; Qualitätsprogramm Gutes vom Bauernhof; Weltladen St. Pölten; NÖ Abfallwirtschaftsverein; Die Umweltberatung NÖ

Fotos: Foto1: Pernkopf, Paumann, Küng: Landesrat Stephan Pernkopf, Theresia Paumann (von der Siegerpfarre Arbesbach), Bischof Klaus Küng.
Foto2: Vertreter der Pfarre Arbesbach mit Vetretern der Kathlischen Aktion, sowie Bischof Küng und Landesrat Pernkopf.
Foto3: Vertreter der Stadtpfarre Waidhofen/Ybbs mit Vetretern der Kathlischen Aktion, sowie Bischof Küng und Landesrat Pernkopf.
Foto4: Vertreter der Pfarre Ollersbach mit Vetretern der Kathlischen Aktion, sowie Bischof Küng und Landesrat Pernkopf.
Foto5: 1. Reihe v.l.n.r.: Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, Geistlicher Assistent Alois Brunner, Landesrat Stephan Pernkopf, Bischof Klaus Küng.