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Küng: Hochschul-Theologie steht im Dienst der Neuevangelisierung

Im großen kirchlichen Projekt der Neuevangelisierung spielen auch die kirchlichen Hochschulen und theologischen Fakultäten eine wichtige Rolle: Das betonte der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng am Dienstag bei einer kirchenrechtlichen Tagung in Stift Heiligenkreuz zum Thema "Katholisch-Theologische Fakultäten zwischen 'Autonomie' der Universität und kirchlicher Bindung".
Theologie erschöpfe sich - auch als universitäre Wissenschaft - nie in der bloßen Wissenschaftlichkeit, sondern sie soll die Studierenden immer zu einer "besseren Begründung und Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott, zu Christus, zur Kirche" führen, so Küng. Wünschenswert sei in diesem Zusammenhang, dass sich Lehrende wie Studierende zugleich neben ihrer Fachkompetenz auch kirchlich engagieren und "in irgendeiner Weise pastoral aktiv" seien, unterstrich der Bischof in seinem Statement. Denn so sei gewährleistet, dass die "Vermittlung und Aneignung theologischer Inhalte von Anfang an in den konkreten Lebensbezug eingebettet" seien.

Bedenken äußerte Bischof Küng daran, ob der Bologna-Prozess diesem umfassenden Anspruch theologischer Bildung gerecht werde. Dies gelte etwa auch für die Auswahl der Professoren. Denn es brauche an den kirchlichen Hochschulen und Fakultäten nicht nur ein wissenschaftlich hoch qualifiziertes Personal, sondern darüber hinaus immer auch "Persönlichkeiten mit Ausstrahlung, die mit ihrem Leben bezeugen, was sie lehren, und die ihren Schülern Halt bieten durch ihre gelebte Glaubensüberzeugung und ihre eindeutige Treue zum kirchlichen Lehramt".

Dennoch bleibe Bologna auch für die kirchlichen Hochschulen "unerlässlich", so Küng im Blick auf die diözesane Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten. Zugleich bemühe man sich an der Hochschule jedoch auch um ein klares katholisch-kirchliches Profil.

"Das Ziel wäre, eine theologische Hochschule zu werden, die Mitarbeitern der Neuevangelisierung eine gute, solide Grundlage vermittelt", und vielleicht einmal einen ähnlichen Status wie die Philosophisch-Theologische Hochschule des Stiftes Heiligenkreuz - sie ist seit vier Jahren eine Hochschule päpstlichen Rechtes - zu erlagen, so Küng in einer abschließenden Vision.