Sommerkampagne 2016
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Interview im „Kurier“ zum Stupa in Gföhl

Herr Bischof, der geplante Stupa in Gföhl sorgt für Aufregung. Verstehen sie das?

Bei aller interreligiösen Toleranz bin ich doch ein wenig verwundert über dieses Bauprojekt. Warum wird der größte Stupa Europas ausgerechnet mitten im Waldviertel errichtet? Mir ist nicht bekannt, dass es im Waldviertel eine so große Zahl von Buddhisten gibt, die den Bau eines solchen Tempels begründen könnte.

Ist ein Stupa denn nicht einfach ein Friedensdenkmal?

Das ist auch so ein Punkt, der mich stört. In der Öffentlichkeit wird von einem Welt-Friedens-Denkmal mit umgebendem Friedensgarten geredet. Nach meinen Informationen entsteht hier aber ein religiöses Zentrum von koreanischen Mönchen der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Das ist ein Tempel mit Reliquien und Opfergaben. An den Gföhler Stupa wird außerdem ein 600m2 großes buddhistisches Ordenszentrum angebaut, welches aktive Kurse und Gemeinschaftsprojekte veranstalten will.

Finden Sie also, der Stupa sollte nicht entstehen?

Wir haben Religionsfreiheit in Österreich, der Tempel entsteht auf einem privaten Baugrund. Insofern ist nichts dagegen einzuwenden. Ich finde es aber richtig, dass die Bevölkerung weiß, worum es geht.