Sommerkampagne 2016
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Altarweihe in St. Blasien in Kleinwien

„Haltet dieses Jahrhunderte alte Juwel, die Kirche St. Blasien in Kleinwien in Ehren und lasst euch das Menschsein und Christsein durch nichts nehmen“. So Altbischof Dr. Maximilian Aichern bei der Weihe des neuen Altares in der Kirche St. Blasien in der Pfarre Paudorf-Göttweig am Sonntag, dem 23. Oktober zu den Anwesenden. Nach der Innenrenovierung der Filialkirche vor sieben Jahren wurde nun auch der 400 Jahre alte Hochaltar von Markus Bauer restauriert und die Inneneinrichtung mit Volksaltar, Ambo, Osterleuchter und Kreuzständer vom Paudorfer Künstler Leo Pfisterer neu geschaffen. Die Weihe des neuen Altares aus Bronzeguss mit einer Steinplatte aus Salzburger Marmor nahm Altbischof Maximilan Aichern aus Linz vor. Sponsoren und zahlreiche Benefizveranstaltungen in den vergangenen Monaten haben den neuen Altar finanziert.

Die Kirche St. Blasien kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits im 11. Jahrhundert wurde sie von Bischof Altmann als Klosterkirche des einstigen Nonnenkonvents erbaut und nach Verlegung des Klosters um 1300 neu errichtet und auch in den folgenden Jahrhunderten den jeweiligen Kunstepochen angepasst. So finden sich heute gotische, barocke und moderne Stilelemente in dieser Kirche, in der 2004 auch die romanischen Grundmauern aus der Zeit Bischof Altmanns entdeckt wurden.

Bischof Aichern ging in seiner Predigt auf die Geschichte dieser Kirche ein und stellte sie in den großen Zusammenhang der Christianisierung des Landes, angefangen von getauften römischen Soldaten, christlichen Kauf- und Handelsleuten über die bedeutenden Heiligen des Donauraumes wie Florian und Severin bis hin zu Bischof Altmann. „Diese Kirche ist in Stein gehauene Geschichte der Menschenseele“, wies der Bischof hin. Die Seele des Menschen verlange immer wieder nach besonderen Orten, sich in Gemeinschaft zu versammeln, das Wort Gottes zu hören und die Sakramente zu feiern. So sei dieser Altar auch heute ein Grenzstein zwischen Zeit und Ewigkeit, wies der Bischof hin.

Nach der Anrufung der Heiligen, deren Reliquien in der Kirche ruhen, wurde die Reliquienkapsel mit den Reliquien der Heiligen Altmann, Adalbero, Leopold und Wenzel im neuen Altar beigesetzt. Dies sei ein Zeichen, „dass gerade vom Altar jene Kraft ausgeht, die auch die Heiligen bestärkt hat, fest zu ihrem Glauben zu stehen“, erläuterte Bischof Aichern. Es folgte der Salbung des Altares, der dann mit Altartuch, Kerzen und Blumen geschmückt wurde. Die Feier der heiligen Messe wurde vom Hellerhof-Chor und an der Orgel von Prof. Franz Haselböck musikalisch gestaltet. Unter den zahlreichen Teilnehmern auch Gäste aus der tschechischen Partnerpfarre Trebic.