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Ritterorden leistet „Entwicklungshilfe im weiteren Sinn“

Sich um die christliche Minderheit im Heiligen Land kümmern und „ihnen ermöglichen, dass sie überleben“ sei das vorrangige Ziel des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem. So fassten Ehrengroßprior Prälat Maximilian Fürnsinn, Statthalter Karl Lengheimer und Peter Stögerer die vorrangigen Ziele des Ordens der „Grabesritter“ zusammen.
Zwölf neue Mitglieder, zwei aus der Komturei St. Pölten, wurden im Rahmen der Investiturfeier mit Großprior Erzbischof Alois Kothgasser neu in den Orden aufgenommen. Bei einem Pressegespräch anlässlich der diesjährigen Investitur des Ordens, die von 1. bis 3.Oktober 2010 im Raum Krems – Herzogenburg – Göttweig – Grafenegg – Dürnstein stattfindet, bezeichnete Karl Lengheimer die Tätigkeit des Ordens als „Entwicklungshilfe im weiteren Sinn“. Es sei erstes Ziel, „dass die Menschen dort bleiben können, wo sie leben.“ Dafür liefen über das Großmagisterium in Rom sowie über die einzelnen Statthaltereien verschiedene Hilfsprojekte für Palästina.


Wie solche Projekte genau aussehen, schilderte der Vorsitzende der „Heilig-Land-Kommission“ der Statthalterei Österreich, Peter Stögerer. Dazu gehören eine Schule im Gaza, das Priesterseminar von Beit Jala, ein Schwerbehindertenheim, das Taubstummenheim Effata bei Betlehem sowie ein Haus für behinderte und alleingelassene Frauen in Beit Emmaus. „Immer sind wir bemüht, die Spenden persönlich zu übergeben“, sagt er. „Das Geld kommt an“.
Stöger gab einen Ausblick auf zukünftige Projekte des Ordens, unter anderem auf verstärkte Facheinschulungen von Ärzten aus dem Hl. Land in Österreich sowie 25.000 neue Bibeln für die Pfarreien des Patriarchats Jerusalem. Besonders in Schulen und Bildung investiere der Orden auch weiterhin viel Arbeit und Hilfe: „Nur wenn die Ausbildung hervorragend ist, hat ein Christ im Hl. Land überhaupt eine Chance, einen Job zu bekommen“, fasste Dr. Gerhard Bonelli, Gründer der Komturei St. Pölten, die Situation der Christen zusammen.


Investiturfeier im Stift Herzogenburg


Bei der diesjährigen Investitur am 2. Oktober in Herzogenburg, die von der Komturei St. Pölten ausgerichtet wird, wurden zwölf neue Kandidaten aufgenommen: sechs Ritter, vier Damen und zwei Priester. Aus der Komturei St. Pölten sind es der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, Dr. Josef Kreiml, sowie DI Dr. Anton Schaup.
Die Investitur wurde vom Großprior, Erzbischof Alois Kothgasser von Salzburg geleitet. In seiner Predigt legte er die wesentlichsten Grundlagen des Christseins in der heutigen Zeit dar. Diese seien: Gott ist die Liebe, Christsein gibt es nicht ohne Beziehung zu Jesus Christus und Christsein bedeute auch Zuwendung zu den Menschen. Den neu in den Orden aufgenommenen gab er zwei Sätze mit, die sie auf ihrem weiteren Weg begleiten sollen: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott“ und „Wo die hingebende Liebe zu Gott und den Menschen ist, kannst du tun was du willst“.


Neben der eigentlichen Investiturfeier am Samstag trafen sich 350 alte und neue Ordensmitglieder zu einer Vigil in Göttweig, einem abendlichen Festkapitel in Schloss Grafenegg und einem Abschlussgottesdienst in der Stiftskirche Dürnstein.


eh/hp


Zu den Fotos:
Einzug in die Stiftskirche
Investitur Anton Schaupp
Investitur Josef Kreiml
Gottesdienst in der Stiftskirche
Pressegespräch mit Propst Maximilian Fürnsinn, Kerl Lengheimer, Peter Stögerer