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Kenianischer Bischof als Firmspender in Seitenstetten

Es war eine Überraschung für die Gottesdienstgemeinde in Seitenstetten, als Abt Berthold den zweiten Firmspender vorstellte: Bischof Philip Anyolo. Seine afrikanische Herkunft brachte einen Hauch von Weltkirche nach Seitenstetten.

Im Vorjahr hatte Abt Berthold Heigl Bischof Philip A.S. Anyolo in seiner Heimatdiözese Homa Bay in Kenia besucht und ihn gebeten, beim Gegenbesuch jungen Christinnen und Christen aus dem Mostviertel auch das Sakrament der Firmung zu spenden.

In seiner Predigt wies der Abt auf die Lesung aus dem Alten Testament hin, die von der Vision des Propheten Ezechien berichtet: Dieser sah das Gottesvolk Israel nur noch als ausgetrocknetes Gebein auf einem großen Feld verstreut liegen. Ähnlich sei auch die Situation der Kirche in der heutigen Zeit, sagte der Abt: verkrustete Strukturen, alles scheint starr und unbeweglich. Hoffnungslosigkeit, Resignation und Geistlosigkeit machen sich breit.

Damals kam die Verheißung von Gott, der dem toten Gebein wieder Leben einhauchte. „Es ist ein Bild von Ostern und Pfingsten zugleich“, wies der Abt hin. Heute liege es an jedem Einzelnen, die Kirche wieder lebendig werden zu lassen, sagte er. Bischof Philip aus Kenia sei „ein sichtbares Zeichen für das Wachsen der Kirche“, die in den Ländern des Südens oft viel lebendiger sei als in Europa.

Die Diözese Homa Bay liegt im Westen Nigerias und am nordöstlichen Ufer des Viktoriasees und hat 2,7 Millionen Einwohner. Etwa 500.000 sind Katholiken.

Infos und Fotos Cross Press Jerko Malinar