P. Clemens Hainzl OSB und Ministranten mit Adventkranz
Krippenausstellung im Diözesanmuseum
Adventmarkt
 
 

Haltet euch “empfangsbereit“!

Fünf Stunden dem pfingstlichen Geist auf der Spur. Über 460 Jugendliche – Buben und Mädchen aus fast allen Dekanaten der Diözese - haben sich dem nächtlichen Erlebnis von “spirit.come” im Stift Göttweig ausgesetzt: Gottesdienst, Begegnung und eine bunte Palette spannender und informativer Workshops machten den Abend zu einer „begeist-ernden Nacht“ für die FirmkandidatInnen. Trotz tiefer Temperaturen und eisigem Wind wurde es dennoch eine für viele beeindruckende Nacht. Die schützenden Mauern der Stiftskirche ließen die Lieder und Gesänge umso heller erklingen. „Hast du heute schon geatmet?“ Diese schier banale Frage am Beginn des Gottesdienstes zeigte es auf: Es sind die kleinen, meist lebenswichtigen Selbstverständlichkeiten, die wir nicht mehr bewusst wahrnehmen. Der Abend ist eine Einladung, sich auf die Begegnungen miteinander, im Tun und in Gesprächen einzulassen, und auch auf die Begegnung mit Gott.
Auf die Gemeinsamkeit der Jünger Jesu, die sich vor Furcht in einem Saal eingesperrt hatten, ging auch Jugendseelsorger Herbert Reisinger ein. Immer, wenn er an die anwesende Schar der Firmkandidaten eine Frage stellte, konnten diese mit einem lauten Summen ihre Zustimmung geben. So entwickelte sich selbst in der Predigt ein Dialog. “Kennst du deine Sendung”, fragte Jugendseelsorger Herbert Reisinger. Sie zu erkennen sei ein längerer Prozess und werde auch nach der Firmung „nicht einfach vom Himmel fallen“. Er riet den Jugendlichen, “stets empfangsbereit” für den Anruf Gottes zu sein. Vielleicht sei auch in dieser Nacht der Firmvorbereitung für manche etwas dabei, wies er hin.


Empfangsbereit war er selbst mit zwei der Mitarbeiterinnen, Monika Dür und Karin Grössenbrunner, als die Jugendlichen bei der Messe ihre Fürbitten via SMS und Handy an ihn senden konnten.


Bunt gestalteten sich die anschließenden Workshops, die vor allem im Jugendhaus Stift Göttweig stattfanden. Da gab es Gespräche mit P. Maximilian über das Leben im Kloster, einen Workshop über Beruf und Arbeitswelt, Gedanken und Erfahrungen über Salbung und Besiegelung. Aktivere strebten zum Workshop Kung Fu und Körperbeherrschung oder versuchten sich in der Küche beim biblischen Kochen. Einige begaben sich auf die Klosterrallye und die “Kälteerprobten” versuchten im Garten mit Hilfe ihrer Freunde auf dem Seil zu balancieren.