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Gedenkgottesdienst an die erste Heilige Messe in Maria Taferl

Über 1.000 Wallfahrer feierten am 19. März 1660, vor genau 350 Jahren, den ersten Gottesdienst in Maria Taferl – noch vor der Grundsteinlegung der Kirche. Genau 350 Jahre später, am Freitag, dem 19. März 2010 gedachten hunderte Gläubige mit Generalvikar Mag. Eduard Gruber, Pfarrer Gottfried Hofer und Priestern aus dem Dekanat, in der Basilika der ersten Messe auf dem Taferlberg. Es war ein kühler Frühlinsgabend. Aus den umliegenden Orten und der weiteren Umgebung kamen Gläubige und Pilger, um der ersten Messfeier an diesem Gnadenort zu gedenken. Dieser Gottesdienst war gleichsam auch der Auftakt zum 350. Jubiläumsjahr von Maria Taferl, in dem sich die Basilika nach grundlegender Renovierung in neuem Glanz zeigen wird. Noch ist die Gerüstung an den beiden Südtürme zu sehen und die Rampe für den behindertengerechten Eingang steht knapp vor der Fertigstellung. Grund genug, das Jubiläumsjahr zu eröffnen.


“Wir sind gekommen, um in das Jubiläumsfahr für Maria Taferl einzutreten”, begrüßte Generalvikar Eduard Gruber die Gläubigen in der Basilika. Er selbst trug jenes Messgewand, das auch der Priester bei der ersten Masse in Maria Taferl getragen hatte und in den vergangenen Jahren in der Schatzkammer der Basilika aufbewahrt wurde. Unter den Mitfeiernden auch Landtagsabgeordneter Karl Moser und Bürgermeister Herbert Gruber.


“Bestürzung und Scham erfüllt die Kirche”


In seiner Predigt ging Generalvikar Gruber auch auf die aktuelle Situation in der Kirche ein und meinte, man habe hier zwar allen Grund zur Freude, die aber angesichts der Missbrauchsvorkommnisse in der Kirche nicht so recht aufkomme. “Bestürzung und Scham” erfülle alle in der Kirche, wies er hin und bekräftigte, dass die erste Sorge den Opfern des Missbrauchs gelten müsse: “Ihnen muss zuerst Gerechtigkeit widerfahren”, sagte er. Gruber weiter: “Unser Glaube gibt auch Kraft, uns diesen schrecklichen Vorfällen zu stellen”. Er ermutigte alle, angesichts der Situation auch nach vorne zu schauen. Eine Heilung könne nur aus der inneren Tiefe des Glaubens kommen, wies er hin. Diese Erneuerung des Glaubens werde aber nur dort möglich sein, “wo wir dem lebendigen Christus begegnen und uns von ihm verwandeln lassen”.


Im Anschluss an die Messfeier zogen Priester und Gläubige mit der Vortragestatue in einer Lichterprozession durch den Ort. In den abschließenden Worten forderte Generalvikar Gruber auf, bei der persönlichen Erneurung nicht bei einer Fassadenrenovierung stehen zu bleiben, sondern sich selbst in seinem Inneren zu erneuern, um als Christ wieder Strahlkraft zu gewinnen. Er bat die Anwesenden, gerade im Jahr des Priesters für die Priester zu beten, “für die wenigen jungen und die vielen älteren Priester, für die kranken und gesunden und für jene, die Schuld auf sich geladen haben”.