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Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

„Einfach leben“: Fastenaktion der Diözese St. Pölten

Unter dem Motto „Einfach leben“ sammelt die Fastenaktion der Diözese St. Pölten heuer für insgesamt 36 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich gemeinsam Spenden gesammelt. In der Fastenaktion sind Projekte aller diözesanen Organisationen in einer einzigen Aktion zusammengefasst.
„Die Fastenaktion und die Unterstützung konkreter Projekte sind eine gute Möglichkeit den Lebensstil während der Fastenzeit zu überdenken und reduzieren, beständige Werte wieder zu erkennen und zu einem einfachen Leben zurück zu finden“, erklärt Michaela Ehrenhauser von der Fastenaktion. Es gelte einfach zu leben, damit alle einfach lebenkönnten. Spenden sei gut, betont Ehrenhauser, doch einfach zu leben und den Überfluss zu teilen sei besser.


Projekte werden nicht einfach durch eine Geldüberweisung unterstützt. Projektarbeit ist eine Begleitung dessen, was Partner und Zielgruppen vor Ort umsetzen. So reiste Michaela Ehrenhauser vergangenen Sommer nach Brasilien, um sich vom sinnvollen Einsatz der Spenden und den Projektfortschritten zu überzeugen. „Seit Jahren ist die Fastenaktion ein wichtiger finanzieller Partner von verschiedenen Projekten in Brasilien, die so auf mehrere Jahre abgesichert“, erklärt Ehrenhauser. „Jedes unserer Projekte dort ist auf seine Art ganz besonders wichtig für die Menschen und hilft Vorort gegen Armut und ungerechte Strukturen anzukämpfen.“


„Als Bischof vom Xingu danke ich den Spenderinnen und Spendern der Fastenaktion für die Unterstützung der Völker Xipaya und Arara, die in meiner Diözese leben“, schreibt Bischof Erwin Kräutler in einer Grußbotschaft an die Fastenaktion. „Die Solidarität aus St. Pölten verteidigt mit ihren Projekten ganz konkret das physische und kulturelle Überleben dieser Völker.“


„Wir wollen doch einfach nur hier leben!“


Das Motto zur heurigen Fastenaktion entstand während der letzten Projektreise nach Brasilien. 800 Kilometer von Altamira, dem Bischofssitz von Dom Erwin, leben die Menschen in extremer Abgeschiedenheit von dem was der Amazonas-Regenwald bietet. „Längst hat auch hier der Kampf um Land, Ressourcen und Rechte eingesetzt“, berichtet Ehrenhauser. Eine geplante Flussumleitung für den geplanten Staudamm „Belo Monte“ gefährdet das physische und kulturelle Überleben der Völker, die entlang des Xingu und seinen unzähligen Seitenarmen in ihren angestammten Gebieten leben.


„Berechtigte Angst um ihre Zukunft bestimmten alle Begegnungen, Gespräche und Versammlungen“, so Ehrenhauser. „Wir wollen doch einfach nur hier leben!“, war immer wieder zu hören. Diese Menschen haben und benötigen so wenig – und selbst das scheint auf lange Sicht nicht gesichert zu sein. „Beschämt dachte ich an meinen oft unbedachten, konsumierenden Lebensstil, an den Überfluss und Reichtum, der mich umgibt“, erinnert sich die Leiterin der Fastenaktion. „Dabei leben wir verbrauchen mehr Ressourcen als wir eigentlich zur Verfügung haben. Kurz gesagt: Es ist an der Zeit, unsere Lebensweise gründlich zu überdenken.“


Jede Woche ein anderer Kontinent


Mit den Spenden der Fastenaktion werden heuer insgesamt 36 Projekte auf 4 Kontinenten unterstützt, davon 10 in Afrika, 15 in Asien, 6 in Lateinamerika und 5 in der Diözese St. Pölten selbst, sowie 3 Entwicklungs-Organisationen in Österreich. In den vier kommenden Wochen werden auf der Diözesanseite einzelne Projekte aus jedem Kontinent exemplarisch vorgestellt.


In den Pfarren wird dieser Tage das Fastensackerl zusammen mit einer Informationsbroschüre der Fastenaktion ausgetragen oder liegt in den Kirchen auf. Gerne können Sie auch direkt auf das Konto der Fastenaktion einzahlen: Raiffeisenbank Region St. Pölten, BLZ 32585, Konto-Nr. 1.200.666 lautend auf „Fastenaktion“. Die Spenden sind steuerlich absetzbar!
Weitere Informationen gibt es auf der neu gestalteten Homepage der Fastenaktion.