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Mai
26
Donnerstag, 26. Mai 2016
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Mai
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9:15, Donnerstag, 26. Mai 2016
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Mai
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19:00, Freitag, 27. Mai 2016
 
 

„Die Christen im Nahen Osten nicht vergessen“

„Die Christen im Nahen Osten sind uns sehr fern. Wir sind ihnen unsere Solidarität schuldig und sollen ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind“, betont Hans Hollerweger von der „Initiative Christlicher Orient“ (ICO). Um sich ein konkretes Bild von der Lage zu machen, besucht eine Delegation mit Generalvikar Eduard Gruber, Doris Kloimstein von den Pastoralen Diensten, Elisabeth Jungmeier vom CSI und dem emeritierten Liturgikprofessor Hollerweger vom 19. bis 26. April den Nordirak.
Das Bild, das uns die Medien über den Irak vermitteln, ist von den Terroranschlägen bestimmt. Auch von den dortigen Christen wird meistens nur berichtet, wenn es unter ihnen Tote und Verletzte gibt. „Das ist ein einseitiges und verzerrtes Bild von der tatsächlichen Lage der Christen im Irak“, erklärt Hollerweger. „Ohne ihre schwierige Lage beschönigen zu wollen, muss doch deutlich zwischen den Regionen im Süden und im Norden unterschieden werden.“


Das Ziel der Irakreise sind einerseits Begegnungen mit den Bischöfen, vor allem mit dem Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, der 2008 einen Vortrag im Bildungshaus St. Hippolyt hielt, aber auch mit Vertretern der Politik und der Muslime. Andererseits wird die Gruppe im kurdischen Nordirak neu aufgebaute Flüchtlingsdörfer besuchen und im Gespräch mit den Flüchtlingen überlegen, wie deren schwierige Lage verbessert werden könnte. „Ohne Hilfe können viele in ihrer Heimat keine neue Existenz aufbauen, sondern sind zur Auswanderung gezwungen.“
Ein Höhepunkt wird die sonntägliche Eucharistiefeier in der Kathedrale von Kirkuk sein, mit anschließenden Begegnungen und Gesprächen im Pfarrsaal.


Die ICO ist ein Verein, der sich zur Aufgabe gestellt hat, über die Christen im Mittleren Osten zu informieren, sie finanziell zu unterstützen und Begegnungen zu ermöglichen. Die bekannteste Aktion ist „An jeden Christbaum ein Stern aus Bethlehem“. In der Adventzeit werden an die 40.000 Olivenholzsterne in ganz Österreich verkauft. Der Verkauf sichert Arbeitsplätze in Bethlehem und der Erlös fließt ebenfalls wieder nach Bethlehem zurück.


Foto: Gottesdienst in Dohuk, einer der Reisestationen