Fronleichnamsprozession
Fest der Familie
Lange Nacht der Kirchen
Mai
25
10:00, Mittwoch, 25. Mai 2016
Tulln, GARTEN TULLN
Mai
11
15:00, Mittwoch, 11. Mai 2016
St. Pölten, Franziskanerkirche, Rathausplatz 12
Mai
25
18:00, Mittwoch, 25. Mai 2016
St. Pölten, Dom zu St. Pölten
 
 

Zum „Kreuz-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte

Mit Besorgnis beobachte ich das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das die Anbringung von Kruzifixen in italienischen Klassenzimmern als Bedrohung für die Religionsfreiheit eines einzelnen Kindes wertet. Ganz abgesehen davon, dass hier eigentlich der Willen eines einzelnen Menschen über die Tradition und den Willen einer Schule, ja letztlich eines ganzen Landes gesetzt wird – ein Kreuz an der Klassenzimmerwand ist niemals ein Zeichen der Intoleranz, sondern vielmehr Ausdruck von Menschenrechten, der Präsenz von Religion im Alltag, Einladung an die Kinder, sich wie selbstverständlich mit religiösen Symbolen auseinanderzusetzen – auch mit denen Andersgläubiger.


Wer religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum entfernt, der entfernt letzten Endes die Religion aus dem öffentlichen Leben. Wo will man aufhören? Wann wird man beginnen, die Kirchen zu entfernen? In Österreich schreibt das Gesetz mit gutem Grund Kreuze in Klassenzimmern immer noch vor, als Ausdruck dafür, dass Österreich aus christlichen Wurzeln wächst und die überwältigende Mehrheit der Eltern ihre Kinder immer noch christlich erziehen will. Die Kirche wird immer dafür eintreten, dass das so bleiben kann.


St. Pölten, 4. November 2009