Sommerkampagne 2016
Sommerkampagne 2016
 
 

„Kreuz ist niemals Zeichen von Intoleranz“

„Mit Besorgnis“ beobachtet Diözesanbischof Klaus Küng das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das die Anbringung von Kruzifixen in italienischen Klassenzimmern als Bedrohung für die Religionsfreiheit eines einzelnen Kindes wertet. Ein Kreuz an der Klassenzimmerwand sei „niemals ein Zeichen der Intoleranz“, sondern vielmehr „Ausdruck von Menschenrechten, der Präsenz von Religion im Alltag“, so Küng. Wer religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum entferne, „entfernt letzten Endes die Religion aus dem öffentlichen Leben“, betont der Bischof und stellt die Frage nach der Grenze: „Wo will man aufhören? Wann wird man beginnen, die Kirchen zu entfernen?“ Durch das Straßburger Urteil werde der Wille eines einzelnen Menschen – der Klägerin Soile Lautsi (Anm. der Red.) – über „die Tradition und den Willen eines ganzen Landes“ gesetzt.


In Österreich ist das Anbringen von Kreuzen in Klassenzimmern durch das Konkordat gesetzlich geregelt und hat Verfassungsrang. Dies sei ein Ausdruck dafür, dass „Österreich aus christlichen Wurzeln wächst und die überwältigende Mehrheit der Eltern ihre Kinder immer noch christlich erziehen will“, erklärt Küng. Dafür werde die Kirche auch in Zukunft eintreten.


Stellungnahme im Wortlaut


Foto: (c) stock