P. Clemens Hainzl OSB und Ministranten mit Adventkranz
Krippenausstellung im Diözesanmuseum
Adventmarkt
 
 

Jeder Vierte fand Arbeit

Das Netzwerk der Solidarität, eine Einrichtung von Diözese, AMS und Land Niederösterreich hat die Statistik über das vergangene Jahr bekanntgegeben. Konnten im Jahr 2007 noch 170 Personen – meist Langzeitarbeitslose - in den Arbeitsmarkt integriert werden, so waren es im vergangenen Jahr nur mehr 97. Ursache sei nicht die derzeit prekäre Lage am Arbeitsmarkt, so Projektleiter Julius Felker, sondern die zunehmende Zahl an Klienten mit verschiedenen psychosomatischen Behinderungen. Felker ist dennoch zuversichtlich. Die meisten „normal Arbeitsuchenden“ fanden rasch eine Anstellung; nur jene mit psychosomatischen Problemen, hatten es schwerer. So ist die „Erfolgsquote“ der integrierten Personen in einem Jahr zwar von 33 Prozent auf 25 Prozent gefallen, was aber immer noch heißt, dass jeder vierte Arbeitsuchende über das Netzwerk einen Arbeitsplatz gefunden hat. Dies sei vor allem dem Engagement zahlreicher ehrenamtlicher „Aktivisten“ in den zehn Netzwerkgemeinden Niederösterreichs zu verdanken, weist Felker hin.
„Von 1868 Personen, die im vergangenen Jahr zu unseren Sitzungen eingeladen wurden, sind leider nur 391 gekommen“, bedauert Felker. Im Jahr zuvor haben noch 509 Arbeitsuchende an den Sitzungen teilgenommen. „Unsere 430 Aktivisten haben aber in den zehn Netzwerkgemeinden nicht locker gelassen und immer wieder versucht, Arbeitsplätze für unsere Leute ausfindig zu machen“. Gegenüber anderen Einrichtung ein ungemeiner „Erfolg“. Auch insgesamt sprechen die Zahlen für das Netzwerk: in den vergangenen zehn Jahren haben 1.352 Personen über das „Netzwerk“ wieder in einen Dauerarbeitsplatz gefunden.


Erfolge bei „Young net“
Auf eine ausgezeichnete Bilanz kann das „Young-net“, das spezielle Netzwerk für Jugendliche von 14 bis 24 Jahren zurückblicken. Der für das „Young net“ zuständige Mitarbeiter Christian Vollmann konnte von 43 der jugendlichen Klienten 18 in eine Lehrstelle integrieren und für weiteren fünf den derzeitigen Arbeitsplatz absichern. Das „Young net“ gibt es seit eineinhalb Jahren in St. Pölten, Herzogenburg, Krems, Tulln und Neulengbach.


Die derzeit prekäre Lage am Arbeitsmarkt wirke sich erst seit wenigen Tagen durch vermehrte Anrufe beim Netzwerk aus, stellt Felker fest. Er befürchtet allerdings, dass in wenigen Monaten die Arbeitsmarktsituation auch beim Netzwerk „massiv“ zu spüren sein wird.


Netzwerk der Solidarität (Julius Felker) 3100 St. Pölten, Klosterg. 15, Tel 02742/398-371;
„Young net“ (Christian Vollmann, 3100 St. Pölten, Klostergasse 15, Tel. 02742/398-319