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"Erster Freiwilligenbericht Österreich": Kirche spielt wichtige Rolle

Mit knapp 429.000 Freiwilligen und mehr als einer Million Arbeitsstunden pro Woche sind Religion und Kirche das viertgrößte Tätigkeitsfeld für Freiwillige in Österreich. Das geht aus dem "Ersten Freiwilligenbericht Österreich" hervor, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstellt hat. Der Bericht hält fest, dass die Freiwilligenarbeit in der katholischen Kirche in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Da sich das freiwillige Engagement in der Kirche bei weitem nicht nur auf die Vermittlung religiöser Werte im engeren Sinn beschränkt, sondern auch soziale Dienstleistungen und Bildungsleistungen beinhaltet, sei eine Zuordnung zu einzelnen Tätigkeitsbereichen mitunter schwierig, heißt es in der Studie.


So zählt etwa freiwilliges Engagement im Rahmen der Caritas ebenso zum Sozial- und Gesundheitsteil des Freiwilligenberichts wie das entwicklungspolitische Engagement von Ehrenamtlichen in kirchlichen EZA-Dachorganisationen. Rechnet man dies dem Bereich Religion zu, wird die Bedeutung der Kirchen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich noch deutlicher.


Neben den unmittelbaren Aktivitäten in den Pfarren weist der Bericht auch auf große Organisationen wie die Katholische Frauenbewegung mit rund 200.000 Mitgliedern hin, die ortsübergreifend agieren. Die Katholische Jugend ist mit 140.000 Mitgliedern und 11.000 ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern die größte Jugendorganisation Österreichs.


Im Vorwort des Berichts weist Sozialminister Rudolf Hundstorfer darauf hin, dass rund 45 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in Organisationen und Vereinen ehrenamtlich tätig sind. "Diese Kultur des freiwilligen Engagements, der Solidarität und gegenseitigen Unterstützung trägt wesentlich zu unserem Sozialkapital bei, das wir schätzen und ausbauen wollen", so der Sozialminister.


Der Freiwilligenbericht kann beim Broschürenservice des Sozialministeriums (Tel. 0800/20.20.74, ) angefordert werden und ist im Internet unter www.freiwilligenweb.at abrufbar.


(kap)


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