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Diözesane Grundstücksdatenbank vorgestellt

Alle Grundstücke der Diözese St. Pölten mit Informationen über Fläche, Rechtsträger und Nutzung sind nun in einer in vierjähriger Arbeit erstellten Datenbank digital erfasst. Die Vernetzung aller Daten sowie Vereinfachungen in der Bearbeitung führten zu „Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparung“, wie Diözesanökonom HR Mag. Ernst Strohmayer betonte, der die neue Grundstücksdatenbank in Anwesenheit von Bischof DDr. Klaus Küng und Generalvikar Mag. Eduard Gruber vorstellte.
„Eine Grundstücksdatenbank ist für eine effiziente Verwaltung unabdingbar“, so der Ökonom. Die Datenbank solle einen verbesserten Einblick in die Besitzstrukturen und Veränderungen der Diözese und der Pfarren geben. Schwierigkeiten bei der Verwaltung gab es bisher vor allem durch die Aufsplitterung von Flächen in oft kleine Parzellen oder durch unterschiedliche Rechtsträger.
Durch die Datenbank würden nun Doppelgleisigkeiten in der Bearbeitung vermieden und die Vereinfachung von Datenlauf und Datenbetreuung erreicht, erklärte Strohmayer. Davon profitierten besonders Abteilungen, für die der Einblick in die Liegenschaftsverwaltung „täglich Brot“ ist, wie Strohmayer sagte: das Pfarrrevisionsreferat, das Rechtsreferat, das Forstreferat, das Pachtreferat sowie das Bauamt.


Primäres Ziel sei die „Information auf Knopfdruck“ gewesen, erklärte Alois Pugl vom IT-Referat der Diözese: Die Informationen sollten stets verfügbar, die Oberfläche leicht zu bedienen sein. Besondere Herausforderungen waren die ständig anwachsende Datenmenge, Mehrfachspeicherungen unterschiedlicher Aktualität und auch „Datenmüll“. Anna Saly und Petra Braun, die für einen Großteil der Erstellung verantwortlich waren, präsentierten die praktische Anwendung der Datenbank.


Von den 10.450 km² Diözesangebiet sind Informationen über 522 km² in der Grundstücksdatenbank eingetragen und miteinander vernetzt. Davon entfallen 79 km² auf Pfarr- und Kirchenbesitz, 9,8 km² auf Diözesanbesitz und 433 km² auf Stiftsbesitzungen. Dabei ist das Bistum selbst mit knapp 1.000 ha ein relativ kleiner Grundbesitzer, etwa im Vergleich zum Stift Klosterneuburg, das 8.400 ha im Gebiet der Diözese St. Pölten besitzt.
Bei der digitalen Erfassung der Daten „sind auch Grundstücke aufgetaucht, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie haben“, berichtete Ökonom Strohmayer. Früher wechselten Grundstücke, wie etwa ein „Mesneracker“, oft ohne schriftlichen Vertrag den Besitzer und wurden deswegen nie erfasst. Im Zuge der Datenerstellung konnte auch die Vielzahl kleiner und kleinster Parzellen verringert werden, „um ein effizientes Bewirtschaften zu ermöglichen“, wie Strohmayer erklärte.